Continental
Strafen und hohe Kosten drücken operativen Gewinn

Continental hat im vergangenen Jahr einen etwas geringeren operativen Gewinn erzielt. Unter anderem belasteten Kosten für Rückrufe und Kartellstrafen den Autozulieferer. Der Umsatz kletterte jedoch um drei Prozent.
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FrankfurtKosten für Rückrufe, Kartellstrafen und ein höherer Aufwand für die Entwicklung haben den operativen Gewinn des Autozulieferers Continental im vergangenen Jahr geschmälert. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) belief sich nach am Montag veröffentlichten Eckdaten auf gut 4,3 Milliarden Euro, rund drei Prozent weniger als im Vorjahr. Der Umsatz kletterte unterdessen um drei Prozent auf 40,5 Milliarden Euro. Die operative Rendite lag 2016 mit 10,7 Prozent auf dem von Conti angepeilten Niveau.

Im laufenden Jahr will der Dax-Konzern den Umsatz um sechs Prozent steigern, wie Continental-Chef Elmar Degenhart am Rande der Automesse in Detroit ankündigte. Die Marge soll abermals über 10,5 Prozent liegen.

Im Geschäftsfeld Autozulieferung belasteten Rücklagen für eine bevorstehende Kartellstrafe der EU. Auch fielen höhere Entwicklungskosten für Elektroautos an, die die Autobauer schneller als geplant auf den Markt bringen wollen. Der nach Bosch weltweit zweitgrößte Autozulieferer profitiert zwar immer stärker vom Umschwung zur Elektromobilität, muss zugleich aber mehr Geld in die Forschung stecken. Gewinn abwerfen wird die höhere Produktion batteriebetriebener Autos nach Ansicht von Degenhart aber nicht vor dem Ende des Jahrzehnts.

Mehr Aufträge heimsten die Niedersachsen auch für Fahrerassistenzprodukte ein. Das Reifengeschäft, die profitabelste Sparte, kurbelte bei starker Nachfrage nach Winterreifen das Wachstum im vierten Quartal an. „Im Reifenbereich konnten wir eine Rekordzahl von 150 Millionen Reifen absetzen“, erklärte Degenhart. Der Nettogewinn liege 2016 trotz der Sonderlasten knapp über den 2,7 Milliarden Euro des Vorjahres. Vollständige Bilanzzahlen veröffentlicht der Conti am 2. März.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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