Continental und Co.

Autozulieferer investieren in Mexiko

Mexiko wird nicht nur für Autobauer selbst, sondern auch für Zulieferer ein immer attraktiverer Standort. Auch deutsche Unternehmen schmieden weiter große Pläne in dem Land.
Ein Mitarbeiter von Bosch fertigt im Werk in Toluca Fahrzeugkomponenten. Quelle: dpa
Bosch in Mexiko

Ein Mitarbeiter von Bosch fertigt im Werk in Toluca Fahrzeugkomponenten.

(Foto: dpa)

GerlingenDeutsche Autozulieferer haben ihre Investitionen in Mexiko deutlich hochgefahren. Seit 2010 habe sich die Zahl der Standorte in dem mittelamerikanischen Land um 40 auf etwa 150 erhöht, berichtete der Verband der Automobilindustrie (VDA).

Ein wichtiger Grund unter anderem: der freie Handel zwischen Mexiko und den USA im Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (Nafta) sowie ähnliche Vereinbarungen mit anderen Staaten. Jüngstes Beispiel für große Pläne ist Bosch. Der Konzern will ein 70 Millionen Euro teures Werk für Lenksysteme bauen. Die Mitarbeiterzahl von Bosch in Mexiko soll bis 2019 um 3.000 auf 16.000 erhöht werden. Auch Zulieferer wie Mahle, Boysen oder Continental setzen verstärkt auf das Land.

Diese Zulieferer arbeiten besonders eng mit VW zusammen
Platz 15: Thyssen-Krupp
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Im Geschäftsjahr 2014 erwirtschaftete Thyssen-Krupp durch Geschäfte mit Volkswagen einen Umsatz von rund 2 Milliarden Euro. Die Summe macht allerdings lediglich 5 Prozent am Gesamtumsatz aus.

Angaben beruhen auf Geschäftsberichte, Unternehmenspräsentationen, Berechnungen und Schätzungen. Quelle: Bloomberg, HRI
Stand: 28. September 2015

Platz 14: Leoni
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Die Leoni AG aus Nürnberg ist als Hersteller von Kabeln und Drähten auf Bordnetz-Systeme spezialisiert. Als Zulieferer für Volkswagen machte das Unternehmen 2014 einen Umsatz von 243 Millionen Euro, das waren 6 Prozent des Gesamtumsatzes.

Platz 13: Rheinmetall
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Auch Rheinmetall erzielt 6 Prozent seines Gesamtumsatzes mit VW, 294 Millionen Euro waren es im Geschäftsjahr 2014.

Platz 12: ZF Friedrichshafen
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Rund 1,5 Milliarden Euro erlöste der Konzern mit den Wolfsburgern, 9 Prozent des Gesamtumsatzes im Geschäftsjahr 2014.

Platz 11: Continental
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Der Dax-Konzern erwirtschaftete durch VW-Aufträge im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von rund 3 Milliarden Euro, die immerhin 9 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachten.

Platz 10: Delphi
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Der US-Zulieferer Delphi Automotive setzte bei Geschäften mit VW 2014 rund 1,2 Milliarden Euro um – 10 Prozent des Gesamtumsatzes.

Platz 9: Elring-Klinger
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Der unter anderem auf Zylinderkopf und Spezialdichtungen spezialisierte Konzern machte durch Geschäfte mit VW absolut den geringsten Umsatz in der Rangliste: lediglich 142 Millionen Euro. Die Summe machte trotzdem 10 Prozent des Gesamtumsatzes im Geschäftsjahr 2014 aus.

Die Bedeutung Mexikos für Autohersteller und -zulieferer steige rasant, sagte VDA-Chef Matthias Wissmann: „Mexiko ist ein Markt mit großem Potenzial und eine interessante Investment-Plattform.“ Baden-Württembergs Industrie- und Handelskammerpräsident Peter Kulitz sieht in dem Land sehr gute Voraussetzungen für deutsche Firmen unter anderem wegen niedriger Löhne und gut ausgebildeter Fachkräfte.

Bosch-Mexiko-Chef René Schlegel begründete die Investitionen zum einen mit dem wachsenden Markt. Außerdem sei das Land als Nafta-Mitglied ein idealer Standort für Lieferungen in die USA und nach Kanada. Mexiko habe „das geografische Glück“, Nachbar der USA und des dortigen riesigen Verbrauchmarktes zu sein, so Schlegel.

Laut VDA hat das 120-Millionen-Einwohner-Land Freihandelsabkommen mit insgesamt 46 Staaten. „Das ist ein wesentlicher Grund, warum unsere Unternehmen dort produzieren“, erklärte Wissmann.

Der Autotechnik- und Reifenhersteller Continental hat in den vergangenen zehn Jahren knapp 800 Millionen Euro in Mexiko investiert – Tendenz steigend. 2015 waren es allein 130 Millionen Euro. Auf so einen Jahresschnitt kam seit 2012 in etwa auch Bosch.

Ausbildungsniveau der Fachkräfte ist hoch
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