Cordes will bei Mercedes eigenen Akzente setzen
„Der Druck wird nicht kleiner“

Der designierte Mercedes-Chef Eckhard Cordes über die Marke mit dem Stern, den Standort Deutschland und den Spaß, einen 40-Tonner zu fahren.

Handelsblatt: Herr Cordes, Anfang Oktober werden Sie neuer Mercedes-Chef. War Ihnen der Job als Nutzfahrzeugvorstand zu langweilig?

Eckhard Cordes: Absolut nicht! Der Job ist hochinteressant, ich habe ihn mit großer Freude gemacht und war auch nicht auf der Suche nach einem neuen.

Dennoch: Ist der Wechsel auf den Chefsessel von Mercedes eine Beförderung?

Ich wechsele von einem faszinierenden Job in einen neuen, ebenso faszinierenden.

Kann Mercedes denn etwas vom LKW-Bereich lernen?

Eine Antwort dazu wäre verfrüht, da ich das operative Geschäft noch nicht in allen notwendigen Details übersehe.

Sie treten in große Fußstapfen. Werden Sie an der Mercedes-Spitze andere Akzente setzen als Ihr Vorgänger?

Jürgen Hubbert hat einen exzellenten Job gemacht. Ich kenne ihn seit meinem fünften Arbeitstag bei Daimler-Chrysler. Aber ich halte es mit dem Sprichwort: Wer genau in die Fußstapfen anderer passt, hinterlässt keine eigenen Spuren.

Wann werden die zu erkennen sein?

Ich nehme nach meinem Antritt bei Mercedes 100 Tage in Anspruch, bevor ich mich zu meinem neuen Aufgabengebiet äußere.

Aber Sie können von Ihren Erfahrungen profitieren, die Sie bei der Qualitätssteigerung der Nutzfahrzeuge gemacht haben?

Ich kann zu den Qualitätsprozessen bei PKWs noch keine Aussage treffen, da sie mir noch nicht in allen Facetten vertraut sind. Richtig ist aber, dass wir beim Thema Qualitätsverbesserungen im Nutzfahrzeugbereich sehr erfreuliche Ergebnisse erzielt haben.

Bis 2007 planen Sie im LKW-Bereich einen Weltmotor. Könnten Sie sich so etwas auch für die verschiedenen PKW-Konzernmarken vorstellen?

Im LKW-Sektor ist es nicht ausschlaggebend, ob in einem Freightliner oder einem Fuso ein Mercedes-Motor steckt. Im PKW- Bereich ist dies für die Markenidentität viel entscheidender. Das Modell „einheitliche Motorenfamilie“ kann also nicht kopiert werden.

Haben die Querelen um die Abberufung des designierten Mercedes-Chefs Wolfgang Bernhard dem Konzern geschadet?

Das ist abgehakt, wir schauen nach vorne.

Seite 1:

„Der Druck wird nicht kleiner“

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%