
HB STUTTGART. Der Bioethanolhersteller Cropenergies ist mit einem Gewinnsprung in das neue Geschäftsjahr gestartet. Im Auftaktquartal des Geschäftsjahres 2010/11 (per Ende Februar) vervielfachte sich der operative Gewinn (Ebitda) auf 9,7 Millionen Euro nach 0,7 Millionen Euro im Vorjahr, wie die Tochter von Europas größtem Zuckerhersteller Südzucker in Mannheim mitteilte. Die operative Marge verbesserte sich binnen Jahresfrist auf 10,4 von 0,8 Prozent, da Cropenergies im Vorjahr erhebliche Kosten für den Anlauf einer neuen Bioethanolanlage im belgischen Wanze zu schultern hatte.
Dank höherer Erlöse aus dem Verkauf von Bioethanol und proteinreicher Nahrungs- und Futtermittel stieg der Umsatz im Auftaktquartal um fünf Prozent auf 93,5 Millionen Euro. Die Bioethanolproduktion sank hingegen im zurückliegenden Vierteljahr um knapp fünf Prozent auf 138.000 Kubikmeter, da Cropenergies sein Werk im ostdeutschen Zeitz einer längeren Überprüfung unterziehen musste.
Der Mannheimer Konzern gewinnt Bioethanol, der konventionellem Treibstoffen beigemischt wird, aus Getreide und Zuckerrüben. Als Nebenprodukt fällt unter anderem auch Kohlensäure an, die Cropenergies ebenfalls vermarktet.
Die Prognosen für das im März begonnene Geschäftsjahr bekräftigte der Vorstand. Das operative Ergebnis soll sich zum Vorjahreswert von 11,9 Millionen Euro mehr als verdoppeln, der Umsatz wegen höherer Beimischung von Bioethanol in Treibstoffen die Marke von 400 Millionen Euro deutlich überspringen. Im zurückliegenden Geschäftsjahr hatte Cropenergies 374 Millionen Euro umgesetzt.