Daimler auf dem Vormarsch Mercedes jagt BMW

Mercedes ist der Auto-Gewinner des Jahres 2015. Die Schwaben haben Audi wieder eingeholt – und sitzen jetzt dem Premium-Marktführer BMW im Nacken. Die Modelle sprechen für Mercedes.
Ganz schön schräg dieser Benz
Dritter im Bunde, nach Limousine und Kombi: Das Coupé
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Nach dem Motto "aller guten Dinge sind drei" vervollständigen die Autobauer mit dem Stern ihre C-Klasse-Familie. Der Zweitürer kommt im Dezember zu den Händlern. Für noch mehr Dynamik ist dann ab Frühjahr die AMG-Version zuständig.

Knackiger Abgang:
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Das kompakte Heck des neuen C-Klasse-Zweitürers. Die scharfe Kante am Kofferraumdeckel dient der Aerodynamik. 

Blick auf den edlen Arbeitsplatz des Fahrers.
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Die Integral-Sportsitze bieten viel Seitenhalt, ein Gurtbringer erleichtert das Anschnallen. 

Langer Vorbau mit dem sogenannten "Diamant-Kühlergrill" und knackige Linien:
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Das neue C-Klasse Coupé ist ganz auf Sportlichkeit eingestellt.  Mit seiner langen Motorhaube, dem flachen Greenhouse, der markanten Frontpartie mit Diamantgrill und rahmenlosen Türen strahlt das Fahrzeug aber gleichzeitig Eleganz aus.

Zum Start vier Benziner und zwei Diesel
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Zum Marktstart reicht die Leistungsbandbreite bei den vier Benzinern vom 1,6-Liter-Vierzylinder im C 180 mit 115 kW/156 PS (5,3 l/100 km, 122 g CO2/km) über die Modelle mit zwei Liter Hubraum C 200 (135 kW/184 PS, 5,3 Liter, 123 Gramm), C 250 (155 kW/ 211 PS, 5,4 l, 125 g) bis zum C 300 mit ebenfalls zwei Litern Hubraum und 180 kW/245 PS (6,3 Liter und 146 Gramm).

Bei den Selbstzündern ist die Auswahl nicht ganz so groß. Der Reihenvierzylinder leistet entweder 125 kW/170 PS (4,1 l, 106 g) beim C 220 d oder 150 kW/204 PS (4,2 l / 109 g) beim C 250 d.

Hinter seinen berühmten Markenbrüdern größerer Modellreihen braucht sich das C-Klasse-Coupé nicht zu verstecken.
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Um satte 95 Millimeter ist das C-Klasse Coupé gegenüber seinem Vorgänger gewachsen, der Radstand stieg um 80 Millimeter, die Breite um 40 Millimeter und selbst bei der Höhe legt es um ein Millimeterchen zu. Die Zuschläge verbessern nicht nur die Proportionen, sie kommen auch dem Innenraum zugute.

Auch beim Preis dominiert das Business-Class-Gefühl
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Der Einstiegspreis beim C-Klasse Coupé liegt bei bei 35.581 Euro für den C 180 und bei den Selbstzündern bei 39.568 Euro (C 220d).

MünchenIn der Autoindustrie gibt es eine alte Regel: Wer gute Zahlen hat, geht so schnell wie möglich damit an die Öffentlichkeit. In Stuttgart hatte man es besonders eilig. Noch vor Audi legten die Schwaben am Freitagmorgen ihre Zahlen vor – BMW lässt sich Zeit bis Montag.

Die Mercedes-Zahlen sind bärenstark. Die Autosparte der Stuttgarter mit den Marken Mercedes und Smart ist im vergangenen Jahr um 14,4 Prozent gewachsen, die Kernmarke Mercedes alleine um 13,4 Prozent. Insgesamt verkaufte Daimler im vergangenen Jahr 1,99 Millionen Autos. Damit sind die Schwaben noch einmal schneller gewachsen als in ihrem bisherigen Rekordjahr 2014, als die Autosparte um gut zehn Prozent zulegte.

Vor allem aber hat es Daimler-Chef Dieter Zetsche geschafft, Audi beim Absatz wieder zu überholen. Die VW-Tochter verkaufte 2015 1,8 Millionen Autos. Das ist ein respektables Plus von 3,6 Prozent – aber Mercedes wächst derzeit dreimal so schnell. So schnell, dass mittlerweile der bis vor kurzem noch weit enteilte Marktführer BMW in Reichweite kommt.

Zwar knackte BMW mit seiner Kleinwagentochter Mini schon im November die Marke von zwei Millionen verkauften Autos. Doch die Wachstumsraten der Münchener lagen Ende November nur noch bei 4,9 Prozent – also auch noch nicht einmal bei der Hälfte des Mercedes-Wachstums. Und der Gegenwind für die Bayern wird heftiger: Im Dezember brach BMW auf dem wichtigen US-Markt um 17,7 Prozent regelrecht ein. Vor allem die Limousinen der 3er und 5er Reihe der Münchner kommen unter die Räder.

AMG? OMG!
Dieser Mercedes ist ein Aufsehen-Erreger
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Die meisten silberfarbenen Mercedes, die wir auf der Straße sehen, sind langweilig. Wir übersehen sie, statt hinzugucken. Dieser Testwagen ändert das radikal. Der Mercedes AMG GT-S folgt einem besonders erfolgreichen Design-Rezept: Lange Schnauze, breit, flach, knapp geschnittene Fahrerkabine weit hinten. Und wer ihn nicht sofort sieht, der hört ihn. Dafür sorgt ein V8-Biturbo mit satt brabbelnden bis böse aufbrüllenden Sound.

Er duckt sich flach auf den Boden, wie zum Sprung bereit
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Unter der langen Motorhaube liegt der knapp vier Liter Hubraum große V8, der bis zu 510 PS an die Hinterräder schickt. Erst bei 7.200 Touren beginnt der rote Bereich des Drehzahlmessers. Und die 650 Newtonmeter maximales Drehmoment schieben schon ab 1.500 Umdrehungen mächtig an. In 3,8 Sekunden beschleunigt der AMG GT-S aus dem Stand auf Tempo 100, Schluss ist erst bei 310 km/h.

Doch Mercedes bringt den Porsche-911-Herausforderer nicht nur mit Leistungsdaten in Stellung, auch mit dem Preis: Bei 134.000 Euro beginnt der Spaß.

Ein schöner Rücken!
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Die Heckansicht gefällt Außenstehenden am besten. Und wir glauben nicht, dass das ein Zufall ist, denn die meisten Autofahrer werden ihn wohl auch aus dieser Perspektive zu sehen bekommen. Denkt man sich den Stern und die drei Buchstaben AMG mal weg, so sind bei Laien Verwechslungen mit Jaguar F-Type-Coupé und Porsche 911 nicht ausgeschlossen. Aber natürlich unbeabsichtigt.

Platz für zwei. Und kleines Gepäck.
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Man steigt hinunter in diesen Wagen, macht einen Diener unter dem niedrigen Dachholm. Die Wangen der gut geformten Sportsitze sind individuell verstellbar, sie halten zwei Personen in sicherer Umklammerung. Das ist aber auch nach langer Fahrt noch angenehm, weil eher intim als zu eng.

Der leuchtet von innen
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Das lippenstiftrote und schwarze Leder wirkt sexy in Kombination mit Ziernähten, Chromzierrat und einigen Klavierlackoberflächen. Die Kopffreiheit ist so gut, dass der Pilot ohne Probleme einen Helm tragen kann.

Gut erreichbar
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Nicht alles, was der Sportfahrer braucht, ist übers Lenkrad zu erreichen. Für manche Funktionen muss man die Hand vom Steuer nehmen. Etwa um die Start-Stopp-Automatik zu deaktivieren, weil man permanent dem Motorgeräusch andächtig lauschen möchte. Oder weil man die manuelle Schaltung über die Lenkrad-Paddles bevorzugt. Und wenn die Auspuffklappen von sehr laut auf brüllend laut gestellt werden.

PS-Fans, bitte mal hinhören!
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Die auffälligen Flügeltüren seines großen Bruders AMG SLS, der 2010 auf den Markt kam, hat er nicht. Dennoch zieht dieser Mercedes mindestens so viele Blicke auf sich wie ein beliebiger Ferrari. Bestnoten also für die Optik. Das bestätigen uns auch Passanten, die spontan zum tollen Auto gratulieren, die hochgereckten Daumen anderer (AMG-)Mercedes-Fahrer.

Der stets satte und bisweilen (zu) aggressive Auspuffsound spricht vor allem Jugendliche an, die uns liebevoll motivieren: „Drück drauf, Alter!“

Damit geht BMW mit einer schweren Hypothek ins neue Jahr. Denn im Brot- und Buttergeschäft kommen die Produkte der Münchener in die Jahre. Während Daimler seine neue E-Klasse kommende Woche in Detroit präsentiert, gibt es den neuen BMW 5er erst im Herbst. Der aktuelle 3er, die meistverkaufte Baureihe der Münchener, wird aber noch bis mindestens Ende 2017 gegen die neu gestalteten Konkurrenten C-Klasse und Audi A4 bestehen müssen. Ob BMW bis dahin seinen Vorsprung auf Mercedes halten kann, ist offen.

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