Daimler, BMW, Audi
US-Behörde erlaubt Autobauern Übernahme von Nokia Here

Keine Bedenken: Das ist das Urteil der US-Wettbewerbsaufsicht zu den Plänen von Daimler, BMW und Audi, den Kartendienst Here zu kaufen. Wichtige Technologien stehen auf dem Spiel – und das Wettrennen mit der Konkurrenz.

Stuttgart/WashingtonDie US-Wettbewerbsaufsicht hat den Autobauern Daimler, BMW und Audi grünes Licht zur Übernahme der Nokia-Navigationssparte Here gegeben. Die Genehmigung wurde am Mittwoch im vereinfachten Verfahren erteilt, wie die Handelskommission FTC auf ihrer Internetseite bekannt gab. Die Kartellwächter haben damit keine Bedenken, dass der Wettbewerb durch die Übernahme beschränkt wird. Die Transaktion müssen noch weitere Aufseher, darunter das deutsche Kartellamt, absegnen, ehe sie vollzogen werden kann. „Wir begrüßen die Entscheidung und hoffen auf Zustimmung der anderen Behörden“, erklärte die VW-Tochter Audi.

Die drei deutschen Oberklasse-Hersteller übernehmen Europas größten Anbieter von Navigationsleistungen für rund 2,5 Milliarden Euro. Das Trio will damit verhindern, dass die Schlüsseltechnologie für Assistenzsysteme, Navigation und autonomes Fahren in die Hände von Google, Apple oder anderen Internetfirmen gerät. Nokia Here wird in Europa in vier von fünf Autos genutzt. Die Sparte ging aus dem Navigations-Anbieter Navteq hervor, den der finnische Konzern 2008 für rund acht Milliarden Dollar gekauft hatte.

Zum Kauf gründeten die drei Autobauer dem Antrag zufolge eine Gesellschaft nach niederländischem Recht namens There Holding. Sie sind zu gleichen Teilen an dem Übernahmekonsortium beteiligt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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