Daimler, BMW & Co.
Höherer Benzinpreis für mehr Batterie

Autofahrer sollen Elektroautos mit einer Sonderabgabe an der Tankstelle subventionieren, fordern Wissenschaftler. Ein Cent soll in Ladestationen und Kaufprämien fließen. Die Hersteller freut es – sie fordern noch mehr.
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DuisbAls hätte es das Elektroauto in Deutschland nicht schon schwer genug, nähert sich nun auch noch der Preis für Benzin und Diesel der Ein-Euro-Marke. Und mit den Preisen an der Tankstelle sinkt derzeit auch die Bereitschaft der Deutschen, auf ein Elektroauto umzusteigen. Auf deutschen Straßen sind sie immer noch Exoten. Gerade einmal 21.000 Elektrofahrzeuge wurden im Jahr 2014 verkauft, selbst im kleinen Norwegen sind es mehr. Vielleicht auch, weil dort Elektroautos stärker gefördert werden. Eine Förderung, die in Deutschland fehlt.

Auf einem Branchentreffen in Duisburg haben Wissenschaftler des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen um Professor Ferdinand Dudenhöffer haben nun einen konkreten Vorschlag vorgelegt, wie das Elektroauto attraktiver gemacht werden könnte. Sie fordern eine Sonderabgabe von einem Cent für jeden Liter verkauftem Benzin und Diesel, auf drei Jahre befristet. So kämen jährlich 650 Millionen Euro zusammen. Geld, mit dem die Wissenschaftler Elektroautos gleich dreifach fördern wollen.

800 Millionen Euro sollen in eine Verkaufsprämie fließen. Jedes privat gekaufte Elektroauto würde nach den Plänen mit 4000 Euro bezuschusst. Damit könnten nach Schätzung des Instituts bis zu 200.000 zusätzliche E-Auto verkauft werden. Das läge allerdings immer noch deutlich unter der politisch gesetzten Zielmarke von einer Million Elektrofahrzeuge bis zum Jahr 2020. Darum sollen zusätzlich 200 Millionen Euro für Carsharing-Konzepte aufgebracht werden.

Um den Käufern die Angst vor einer leeren Batterie zu nehmen, muss nach Ansicht des CAR-Instituts auch die Ladeinfrastruktur massiv ausgebaut werden. 850 Millionen Euro sollen darum in den Bau neue Ladestationen fließen. Auch hier hat Deutschland massiven Nachholbedarf: Derzeit gibt es bundesweit gerade einmal 3000 Ladesäulen. Mit der Förderung sollen 80.000 neue Ladesäulen in den 60 größten deutschen Städten gebaut werden – von Berlin bis Würzburg. An diesen Ladesäulen dürften Elektroautobesitzer drei Jahre lang umsonst parken und tanken, danach müsste der Betrieb von den kommunalen Betreibern übernommen werden.

Vorschläge, mit denen die Wissenschaftler bei den Herstellern in Duisburg durchaus auf offene Ohren stoßen. „Wir dürfen da nicht warten, sondern müssen endlich anfangen“, sagt Thomas Hausch, Deutschland-Chef von Nissan. Und auch Daimler-Chef Dieter Zetsche will sich mit dem Konzept „ernsthaft beschäftigen“.

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  • Der selbsternennte Autoexperte Dudenhöffer hat sich in der Vergangenheit des Öfteren geirrt.
    So ein Schwachsinn muß auch noch im HB gedruckt werden, oder???

  • Die armen Auto-Firmen wissen doch auch , dass das eine Totgeburt ist, aber wegen des Flotten-Mittelwertes beim Verbrauch muessen sie die eMobilitaet mit einberechnen. Kein Wunder, dass keiner das bezahlen will.

  • Jeder Experte, der Belastungen für Bürger, Kunden usw. fordert, soll erst einmal auf sein kemplettes Vermögen und sein Einkommen ffür 10 Jahre verzichten. Warum können "Experten" nur fordern und sind selber nicht in der Lage bzw. gewillt ordentlich zu arbeiten. Experten müssen des Landes verwiesen werden und dürfen Europa wegen menschenfeindlichen Verhaltens nie mehr betreten samt gesamter Familie, Freundschaft und Bekannten. Erst dann hört das menschenverachtende Verhalten dieser "Experten" auf.

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