Daimler-Chef Zetsche
Smart-Absatz an oberer Kapazitätsgrenze

Der Smart tritt voraussichtlich im nächsten Jahr seine Reise in die USA an. Nach den Worten von Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche wird die neue Version des Smart-Zweisitzers auch in Amerika eingeführt.

HB STUTTGART/FRANKFURT AM MAIN. Das Nachfolgemodell werde die technischen Voraussetzungen für einen Verkauf in Amerika mitbringen, sagte Konzernchef Dieter Zetsche der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Nach seinen Worten fällt die endgültige Entscheidung noch im Juni. Die Tendenz für den Smart-Antritt sei „eindeutig positiv. Wir sind überzeugt, die Idee des zweisitzigen Smart ist heute richtiger denn je“.

Im laufenden Jahr liege der Smart fortwo in Nettopreisentwicklung wie Absatz „an der oberen Kapazitätsgrenze“, sagte Zetsche. „Der Vertrieb würde gern mehr Smart bekommen, nur können wir die nicht produzieren, da die Fabrik auf das neue Modell umgestellt wird.“ Für die neue E-Klasse, die jetzt in den Handel kommt, rechnet Zetsche mit einer guten Annahme durch den Kunden. „Unser Glaube daran ist so fundiert, dass wir für dieses Jahr die Planzahlen bereits nach oben korrigiert haben“, sagte er.

Unterdessen schwelt der Konflikt um den Stellenabbau in der Verwaltung weiter. „Wir fordern vom Vorstand den Verzicht auf Änderungskündigungen“, sagte Betriebsratschef Erich Klemm der Zeitung. Der im Jahr 2004 vereinbarte Standortpakt schließt betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2011 aus. Der Betriebsrat befürchtet nun, dass der Zukunftspakt durch Änderungskündigungen ausgehebelt wird, wenn Arbeitnehmer an unattraktive Stellen versetzt werden, um sie so zum Ausscheiden zu bewegen.

Daimler-Chrysler-Chef Zetsche hatte Anfang des Jahres angekündigt, binnen drei Jahren weltweit 6 000 Stellen in der Konzernverwaltung zu streichen, davon etwa 60 Prozent in Deutschland. „Bis jetzt liefert der Vorstand keine exakten Zahlen, welche Tätigkeiten an welchen Orten gestrichen werden“, kritisierte Betriebsratschef Klemm.

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