Daimler-Chrysler-Chef ist optimistisch
Airbus-Machtkampf hat bald ein Ende

Mit einer Entscheidung zur Besetzung der neuen Airbus-Spitze ist nach den Worten von Daimler-Crysler-Chef Jürgen Schrempp kommende Woche zu rechnen.

HB BERLIN. „Wir werden in der nächsten Woche eine Entscheidung haben“, sagte Schrempp zu Reuters am Donnerstag in Berlin. „Es ist viel relaxter hinter den Kulissen als berichtet wird.“ Zuletzt war für den Spitzenposten der deutsche Airbus-Vize Gustav Humbert im Gespräch.

Der bisherige Airbus-Chef, der Franzose Noel Forgeard, soll wie der bisherige Chef der Verteidigungssparte, Thomas Enders, zum Co-Vorstandsvorsitzenden von EADS ernannt werden. Allerdings hatte das EADS-Board auf Grund der anhaltenden deutsch-französischen Streitigkeiten über die künftige Management-Struktur des Unternehmens im Allgemeinen und den Airbus-Spitzenposten im Besonderen die Ernennung Forgeards und Enders' verschoben. Enders sagte Reuters, die Frage der Management-Struktur sei inzwischen zu „95 Prozent“ gelöst. Er wisse jedoch nicht, wann die Entscheidung darüber verkündet werde.

Der französische Staat sowie der französische Mischkonzern Lagardere halten jeweils rund 15 Prozent an EADS, Daimler-Chrysler rund 30 Prozent. Das Machtgefüge zwischen Deutschland und Frankreich ist bei dem vor fünf Jahren aufgebauten Luft- und Raumfahrtkonzern sorgsam austariert. Schrempp äußerte sich im Gespräch mit Reuters auch zu anderen Themen, etwa der Entwicklung der deutschen Wirtschaft, insbesondere des Auto-Marktes: „Ich bin für 2006 optimistisch.“ Die Weltmeisterschaft in Deutschland werde sich positiv auswirken.

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