Daimler-Chrysler
Jürgen Schrempp: „Ich übergebe ein geordnetes Haus“

Der scheidende Daimler-Chrysler-Chef Jürgen Schrempp hat seine Arbeit und Strategie der vergangenen Jahre verteidigt.

dpa-afx BERLIN/STUTTGART. "Ich habe meine Aufgaben erledigt und übergebe ein geordnetes Haus", sagte er der "Welt am Sonntag". Das letztlich gescheiterte Engagement beim japanischen Autobauer Mitsubishi Motors (MMC) sei strategisch richtig gewesen. Aber es habe operative Umsetzungsschwierigkeiten gegeben. "Deshalb zogen wir uns zurück." Er betonte aber auch, das die Zusammenarbeit mit MMC weitergehe. Chrysler werde sich noch stärker mit den Japanern in einer Projektkooperation verbünden.

Schrempp räumte ein, dass es auch berechtigte Kritik gegeben habe. Er erwähnte den Einbruch bei Chrysler im zweiten Quartal 2003 oder die kritische Phase bei Toll Collect. Auch die Kritik der Aktionäre an der schlechten wirtschaftlichen Entwicklung bei smart sei berechtigt gewesen, sagte der Automanager.

Nach seinem Ausscheiden will Schrempp Unternehmer bleiben. "Ich denke darüber nach, vielleicht ein kleineres Unternehmen zu kaufen oder Teilhaber zu werden", sagte er der Zeitung. Trotzdem wolle er ab dem 1. Januar 2006 kürzer treten. "Die Hälfte meiner Zeit werde ich meiner Familie und dem südlichen Afrika widmen."

Mit dem früheren Mercedes-Chef Eckhard Cordes, der nach der Berufung von Dieter Zetsche zum neuen Konzernchef den Autobauer verlassen hatte, sei er nach wie vor befreundet. Er habe sich vor kurzem noch mit ihm getroffen. Zetsche habe ihn den USA bei der Chrysler-Sanierung einen "klasse Job" gemacht. "Deshalb habe ich ihn dem Aufsichtsrat als meinen Nachfolger empfohlen."

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