Daimler-Chrysler
Mercedes leidet unter Absatzflaute in Westeuropa

In Westeuropa hält bei Mercedes-PKW-Gruppe die Absatzflaute trotz einer verjüngten Modellpalette unvermindert an. Selbst die kräftig gestiegenen Verkaufszahlen in Nordamerika und Asien bewahrten die Premium-Marken des Daimler-Chrysler-Konzerns im September nicht vor einem Absatzrückgang.

HB STUTTGART. Von den Marken Mercedes-Benz, Maybach und Smart lieferte Daimler-Chrysler im September mit 116 100 Fahrzeugen weltweit 1,5 Prozent weniger Autos als vor einem Jahr aus, wie der deutsch-amerikanische Konzern am Freitag in Stuttgart mitteilte. Zwar knüpfte die Kernmarke Mercedes-Benz mit 106 600 verkauften Autos an den überdurchschnittlich absatzstarken September 2005 an. Als Belastung erwies sich jedoch erneut die Kleinwagen-Marke Smart, die nach dem Produktionsstopp des Ladenhüters ForFour nur 9500 Autos und damit 16,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat absetzte.

Die Vertriebsschwäche in Westeuropa und dem deutschen Heimatmarkt setzte sich im September fort, der in diesem Jahr im Vergleich mit Vorjahresmonat einen Verkaufstag weniger hatte. Während die Mercedes-Gruppe in den USA sowie in den asiatisch-pazifischen Ländern mit zweistelligen Absatzzuwächsen Rekorde feiert, bröckeln die Verkaufszahlen im westlichen Europa ab. Vor allem in Deutschland verkaufen sich die Pkw schlecht, obwohl im kommenden Jahr eine kräftige Mehrwertsteuererhöhung ins Haus steht. Mit 31 700 im September ausgelieferten Autos liegt die Mercedes-Pkw-Gruppe in Deutschland 13,6 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Seit Jahresbeginn steht damit ein Absatzrückgang auf dem Heimatmarkt von gut vier Prozent zu Buche.

2006 soll Absatzzuwachs bescheren

Mit dem weltweiten Absatzplus in den Monaten Januar bis September ist die Mercedes-Gruppe jedoch zufrieden. In allen Verkaufsregionen seien Marktanteile gewonnen worden, teilte Daimler-Chrysler mit. Mit 934 200 verkauften Automobilen schnitt die Markengruppe im Neun-Monats-Zeitraum knapp sechs Prozent besser als im Vorjahr ab. Allein von der Marke mit dem Stern verkaufte Daimler-Chrysler zwischen Januar und September 846 300 Autos. Das ist ein Zuwachs von gut neun Prozent binnen Jahresfrist und eine neue Bestmarke.

Als Verkaufsschlager erwiesen sich nach Unternehmensangaben auch im September die neuen Mercedes-Benz-Modelle. Die neue Luxus-Limousine S-Klasse und der neue Geländewagen M-Klasse werden seit Herbst vergangenen Jahres ausgeliefert. Auch die - nach imageschädigenden Qualitätsmängeln - inzwischen technisch überholte E-Klasse verkaufe sich gut, teilte Daimler-Chrysler mit. Seit dem Sommer sei die in Stuttgart-Sindelfingen gefertigte Oberklasse-Limousine wieder weltweiter Marktführer in diesem Marktsegment.

Die Mercedes-Gruppe liefert sich seit einigen Monaten mit dem Konkurrenten BMW ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Marktführerschaft im Premium-Segment. Die deutlich rentabler wirtschaftenden Münchener werden ihre Verkaufstatistik am Montag vorstellen. Mercedes-Chef Dieter Zetsche strebt in diesem Jahr einen Absatzzuwachs an und will dem Wettbewerber auch bei der Rendite näherrücken. 2005 wren 1,247 Mill. Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz, Maybach und Smart ausgeliefert worden.

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