Daimler-Chrysler und Audi mit Einbußen
Deutsche Autos sind in USA gefragt

Der US-Automarkt ist hart umkämpft. Im September konnten die deutschen Kfz-Hersteller Porsche, Volkswagen und BMW ihre Absatzzahlen steigern - im Gegensatz zu so manchem Konkurrenten.

HB FRANKFURT. Porsche habe dank des Geländewagens Cayenne in Nordamerika fast doppelt so viel Fahrzeuge abgesetzt wie im Vorjahresmonat, teilte der Stuttgarter Konzern am Mittwoch mit. Die BMW-Group verbuchte eine Absatzsteigerung von zwei Prozent. Zumindest einen Lichtblick verzeichnete auch der Wolfsburger VW-Konzern: Europas größter Autokonzern konnte erstmals nach einigen Monaten wieder einen leichten Anstieg bei seiner Stammmarke VW ausweisen. Der deutsch-amerikanische Autokonzern Daimler-Chrysler fand hingegen etwas weniger US-Kunden für seine Luxus-Marke Mercedes. Die US-Tochter Chrysler setzte 15 Prozent weniger ab. Und auch die Volkswagentochter Audi musste Einbußen hinnehmen.

Der US-Markt ist für die exportorientierten deutschen Autobauer außerordentlich wichtig. Doch der Markt ist hart umkämpft: Mit enormen Preisnachlässen und Kaufanreizen (“Incentives“) versuchen vor allem die so genannten „Big Three aus Detroit - Ford, General Motors (GM) und Chrysler - sich gegenseitig Kunden abzujagen.

Der neue Geländewagen Cayenne bescherte Porsche in Nordamerika den besten September aller Zeiten. 1 183 des erst im März dieses Jahres auf dem nordamerikanischen Markt eingeführten Modells wurden verkauft. Insgesamt seien in den für Porsche wichtigen Regionen USA und Kanada 2 498 Fahrzeuge ausgeliefert worden und damit 94 Prozent mehr als im gleichen Vorjahresmonat. Einbußen musste der Konzern jedoch bei dem Sportwagen Boxster hinnehmen, von dem mit 450 Wagen 18 Prozent weniger als im Vorjahresmonat verkauft wurden. Der 911 steht in seinen Cabrio-Varianten „911 Turbo“ und „911 Carrera 4S“ erst seit wenigen Tagen in den Verkaufsräumen Nordamerikas. Insgesamt wurden von dem Klassiker-Modell 17 Prozent mehr abgesetzt.

Erstmals seit sechs Monaten rückläufiger Absatzzahlen steigerte Volkswagen die Verkäufe auf dem wichtigen US-Markt leicht um 1,5 Prozent auf mehr als 27 900 Fahrzeuge (Vorjahr: 27 494). Im gesamten Neun-Monatszeitraum war der VW-Absatz allerdings mit 231 912 Fahrzeugen um 12,3 Prozent rückläufig. Die Volkswagen-Tochter Audi hat im Berichtszeitraum mit 6 256 Fahrzeugen fünf Prozent weniger verkaufen können als vor einem Jahr (6588). Seit Jahresbeginn sei der Absatz mit 63.599 Einheiten jedoch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast gleich geblieben, teilte Audi of America in Auburn Hills mit.

BMW konnte wie auch schon im August in den USA zulegen und setzte bei der Marke BMW mit 16 533 Einheiten sieben Prozent mehr ab. Mercedes waren indes in diesem Monat in den USA nicht ganz so beliebt wie noch vor einem Jahr: Daimler-Chrysler verkaufte 1,4 Prozent weniger der Luxus-Wagen.

GM behauptet sich gut

Der weltgrößte Autokonzern General Motors konnte sich auf dem Heimmarkt gut behaupten und verkaufte im September 13 Prozent mehr Fahrzeuge als vor einem Jahr. Die Nummer zwei, Ford, musste im September bei den Autos einen Absatzrückgang von elf Prozent hinnehmen. Allerdings hätten die Lastwagen-Verkäufe dem US-Konzern unter dem Strich zu einem fünf-prozentigen Plus bei Fahrzeugen verhelfen können, hieß es.

Japanische Autokonzerne schlugen sich in diesem Monat unterschiedlich. Deutlich zulegen konnte der Autohersteller Nissan: Mit mehr als 69.500 Fahrzeugen setzte der Konzern 19,7 Prozent mehr ab. Der fünftgrößte japanische Autohersteller Mazda musste hingegen mit 18,7 Prozent einen deutlichen Absatzrückgang in den USA verzeichnen.

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