Daimler-Chrysler und General Motors sind schon drin
BMW wird die Nummer drei in der Hybrid-Allianz

Daimler-Chrysler und General Motors haben BMW in ihre Kooperation zur Entwicklung von Hybrid-Antrieben aufgenommen. Gemeinsam wollen die drei den Vorsprung der Japaner aufholen. Doch die sind den westlichen Konzernen weit voraus.

HB MÜNCHEN. Die drei Unternehmen seien eine Allianz gleichberechtigter Partner mit dem Ziel einer gemeinsamen Entwicklung eines Hybrid-Antriebs eingegangen, teilte das Trio am Mittwoch mit. „Mit der Beteiligung der BMW Group in der Kooperation gewinnen wir einen weiteren kompetenten Partner für die Entwicklung führender Hybrid-Systeme“, sagte Tom Stephens, Group Vice President bei GM Powertrain. Die Allianz sei auch auf Zusammenarbeit mit weiteren Partnern ausgerichtet.

Die Beteiligung an dem Projekt ist für BMW eine Verlagerung seines Schwerpunkts bei neuartigen Antrieben. Bislang hat sich das Unternehmen auf die Entwicklung von Wasserstoffmotoren und Brennstoffzellen konzentriert. Bei der Hybrid-Technologie besitzt der Wagen einen konventionellen Verbrennungsmotor und zusätzlich einen Elektroantrieb. Bei niedrigeren Geschwindigkeiten etwa in der Stadt läuft der Elektromotor, für Langstreckenfahrten nutzen die Fahrzeuge den konventionellen Verbrennungsmotor und laden gleichzeitig die Batterien des Elektronantriebs wieder auf. Auch den Schwung beim Bremsen verwandeln die Wagen in elektrischen Strom und speisen damit die Akkus. Die Technik gilt wegen geringerer Emissionen und geringeren Kraftstoffverbrauchs als zukunftsweisend.

Die drei Autobauer reagieren mit der Allianz auf den Überraschungserfolg, den der japanischen Hersteller Toyota mit dem Verkauf seines Hybrid-Modells Prius in den USA gelandet hat. Selbst einen Geländewagen - unter der Nobelmarke Lexus - hat Toyota mittlerweile mit dem Antriebskonzept ausgestattet, den RX 400h. Und auch Honda und Ford bieten in den USA bereits Hybrid-Fahrzeuge an. Suzuki baut die Technologie sogar in seinen zweisitzigen Stadtflitzer Twin ein; allerdings ist der Wagen nur in Japan zu haben. Die deutschen Hersteller hofften bisher, den Diesel in den USA auch für Pkw durchsetzen zu können.

Daimler-Chrysler und GM hatten sich Ende August nach nach mehrmonatigen Verhandlungen abschließend über eine Kooperation bei der viel versprechenden Hybrid-Motorentechnologie geeinigt. Erste Chrysler- und GM-Modelle mit Hybrid-Antrieb sollen 2007 auf den Markt kommen, binnen fünf Jahren soll es auch Mercedes-Pkw mit Hybridmotoren geben. Daimler-Chrysler und GM hatten angekündigt, mehrere Hundert Millionen Dollar in das Entwicklungsprojekt zu stecken. Die Produktion der kombinierten Elektro- und Verbrennungsmotoren will jeder Konzern dann selbst übernehmen.

Europas größter Autobauer Volkswagen erwägt nach früheren Angaben aus VW-Kreisen eine Hybrid-Partnerschaft mit dem Sportwagenbauer Porsche. „Wir untersuchen die technische Machbarkeit dieser Antriebsart. Das ist eine äußerst interessante Alternative zum Dieselmotor“, hieß es bei Porsche. Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking hatte den Einsatz von Dieselmotoren mehrfach kategorisch ausgeschlossen.

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