Daimler-Chrysler will mit emotionaler Ansprache die Zielgruppe für den Kompaktwagen verjüngen
Christina Aguilera singt für die A-Klasse

Passend zum neuen Design der Mercedes A-Klasse hat sich Popstar Christina Aguilera einen neuen Look zugelegt: Aus der vormals schwarzen Mähne sind blonde aufgedrehte Locken geworden, statt eines tief dekolletierten Oberteils trägt Aguilera eine gestärkte weiße Bluse.

HAMBURG. Die amerikanische Sängerin soll das Image der A-Klasse der zweiten Generation aufpeppen. Eigens zur Produkteinführung am 10. September hat sie das Lied „Hello“ komponiert, mit dem Daimler-Chrysler seine Marketingkampagne europaweit begleitet.

Damit liegt der deutsch-amerikanische Automobilhersteller im Trend. Markenartikelunternehmen setzen zunehmend auf Töne und Klänge, um ihre Botschaft im Kopf der Konsumenten zu verankern. Die Deutsche Telekom oder der Versandhändler Otto haben sich beispielsweise ein Sound-Logo verpasst. Andere Firmen, insbesondere auch Automobilmarken wie Audi, Smart oder VW, setzen auf die Begleitung ihrer Kampagnen durch Lieder. „Das Marketing der Zukunft berücksichtigt alle Sinne“, schreibt der Zukunftsforscher Matthias Horx. Im Fokus der Aufmerksamkeit stünden vor allem Töne und Musik.

Beim Autokauf geht es längst nicht mehr nur um den Erwerb eines fahrbaren Untersatzes; es geht um ein Lebensgefühl, um ein Image. Dies, so hoffen die Marketingstrategen, werde durch den neuen Kommunikationsträger Musik noch stärker unterstrichen. „Musik eignet sich hervorragend zur Emotionalisierung einer Marke“, sagt Volker Hofmann, Co-Gründer der Agentur Make aus München, eines Spezialisten für Musikvermarktung und integrierte Kommunikation. Sehr häufig werde Musik eingesetzt, um ein Image zu verjüngen – wie im Falle von Mercedes-Benz.

Wissenschaftler wissen längst, dass Klänge den Herzrhythmus und sogar Hormone beeinflussen. Ganze Bilderwelten werden aktiviert, wenn ein Zuhörer bestimmte Melodien hört. Noch findet der Einsatz von Tönen in der Werbung allerdings eher zufällig und unkoordiniert statt. Die Idee einer integrierten Bild-Klang- Kampagne hat sich bislang nicht durchgesetzt. „In den meisten Fällen werden wir zu spät zu den Beratungen gebeten“, sagt Musikmarketing- Experte Hofmann. Die eigentliche Strategie stehe bereits und dann bleibe kein Spielraum für kreative Ideen. Auch werden akustische Klangmarken selten etabliert: Beim Deutschen Patentamt sind mehr als eine halbe Million visueller Markenzeichen angemeldet, für Klangmarken gibt es lediglich 130 Einträge.

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