Daimler-Hauptversammlung Zetsche gelobt Besserung bei Mercedes

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Zetsche erwartet für das laufende Geschäftsjahr insgesamt eine verbesserte Ertragslage. Der Betriebsgewinn solle in den Folgejahren kontinuierlich steigen. „Wir haben uns dabei anspruchsvolle, aber realistische Ziele gesetzt, die wir in einem überschaubaren Zeitrahmen erreichen wollen“, erklärte er. Einen detaillierten Ergebnisausblick für das Gesamtjahr will die Konzernführung mit der Veröffentlichung des Ergebnisses des ersten Quartals am 27. April vorlegen.

Wesentliche Voraussetzung für ein besseres Ergebnis sei das Ende Januar beschlossene neue Managementmodell, sagte er. Es sieht unter anderem die Streichung von weltweit rund 6 000 Stellen in der Verwaltung vor. „Wir wissen auch, dass hinter Zahlen Menschen und Schicksale stehen. Umso mehr sehen wir es als Verpflichtung, den notwendigen Stellenabbau fair zu gestalten.“ Langfristig trügen diese Maßnahmen zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes Deutschland bei.

Zugleich betonte Zetsche, er halte an dem Ziel einer Umsatzrendite von 7 Prozent für die Mercedes Car Group im nächsten Jahr fest. Er sei zuversichtlich, diese Vorgabe zu erreichen, sagte er mit Hinweis auf bereits eingeleitete Schritte zur Effizienzsteigerung. Der bis Ende September angestrebte Abbau von 8 500 Stellen in den deutschen Mercedes-Werken liege im Plan: Bislang hätten 7 800 Mitarbeiter freiwillige Ausscheidungsvereinbarungen unterzeichnet oder Frühpensionierungen in Anspruch genommen.

Trotz der Konzentration auf das Kerngeschäft Automobilbau will Daimler-Chrysler nach Worten Zetsches mindestens 15 Prozent an dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS behalten. Daimler-Chrysler hatte kürzlich entschieden, seinen Anteil an dem Airbus-Mutterkonzern von 30 auf 22,5 Prozent zurückzufahren.

Zetsche sprach angesichts der großen Nachfrage nach dem Super-Airbus A380 von einer „hervorragenden Basis“ für ein weiteres profitables Wachstum in den kommenden Jahren. „Das wollen wir unterstützen und mit mindestens 15 Prozent ein wesentlicher Anteilseigner bleiben.“ Sollte Daimler-Chrysler seinen Anteil letztlich auf 15 Prozent senken, strebe die Konzernführung an, die Balance zwischen französischen und deutschen Anteilseignern weiterhin aufrecht zu erhalten.

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