
Kecskemét„Schauen Sie über den Zaun, wir haben noch Platz“, sagt Werksleiter Frank Klein und deutet auf den Horizont. Das Ende des schneebedeckten Daimler-Geländes in Kecskemét ist vor dem weißen Himmel mit bloßem Auge nicht zu erkennen: 441 Hektar, eine Fläche so groß wie 1000 Fußballfelder, gehören dem Konzern – größer ist kein Daimler-Werksgelände auf der ganzen Welt. Obwohl heute erst 250.000 Quadratmeter des Geländes bebaut sind: Schon die schiere Größe des Werksgeländes macht deutlich macht, dass Daimler nach Ungarn gekommen ist, um zu wachsen.
Hier, mitten in der Puszta, soll bald das Herz der ungarischen Autoindustrie schlagen – das ist der Plan. Es ist ein Projekt, in das Daimler mehr als eine Milliarde Euro investiert hat. Nach sechs Monaten Suche an 50 Standorten, unter anderem in Rumänien, Polen und Deutschland, haben sich die Stuttgarter 2008 für die Stadt im Süden Ungarns entschieden.
Im März 2012 startete die Produktion. Seitdem rollt hier alle zwei Minuten ein Auto vom Band – 350 pro Werktag, 100.000 im Jahr. Bisher wurde hier im Verbund mit Rastatt die B-Klasse produziert. Seit einigen Tagen wird ein Modell exklusiv nur in Ungarn gefertigt: Der CLA, Daimlers große Kompakthoffnung im Autojahr 2013. Ministerpräsident Viktor Orban und Konzernchef Dieter Zetsche kamen zum Produktionsstart. Das Fahrzeug wurde beim Super Bowl in den USA vor Hunderten Millionen Zuschauern beworben.
„In Rastatt hätten wir es schwer gehabt, die Kapazität in diesem Umfang zu erweitern. Hier konnten wir von null planen, alles optimal strukturieren“, sagt Frank Klein. Auf der grünen Wiese wurde so eines der modernsten Werke des Konzerns errichtet. Unter anderem steht in Kecskemét das einzige Daimler-Presswerk außerhalb Deutschlands. 3000 Mitarbeiter arbeiten mittlerweile am Standort und das in einer Region, in der die Industrie historisch keine Rolle gespielt hat.
Nissan
Verkaufte Fahrzeuge: 0,42 Millionen (-6,3 Prozent gegenüber Vorjahr)
Toyota
Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,5 Millionen (-3,1 Prozent gegenüber Vorjahr)
Daimler
Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,63 Millionen (-3 Prozent gegenüber Vorjahr)
BMW Gruppe
Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,77 Millionen (-1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)
Fiat Gruppe
Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,78 Millionen (-16,1 Prozent gegenüber Vorjahr)
Ford
Verkaufte Fahrzeuge: 0,91 Millionen (-13,2 Prozent gegenüber Vorjahr)
General Motors
Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,98 Millionen (-13,8 Prozent gegenüber Vorjahr)
Renault Gruppe
Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 1,03 Millionen (-19,1 Prozent gegenüber Vorjahr)
PSA Gruppe
Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,43 Millionen (-12,9 Prozent gegenüber Vorjahr)
Volkswagen
Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,98 Millionen (-1,6 Prozent gegenüber Vorjahr)
Wie lockt man qualifizierte Mitarbeiter in die Puszta? „Das müssen wir gar nicht. Die meisten Mitarbeiter kommen aus der Region. Wir qualifizieren die Menschen hier vor Ort“, sagt Klein.Schon drei Jahre vor der Eröffnung des Werks wurde mit einer Mammutaufgabe begonnen: Tausende ungarische Mitarbeiter fit für die Ansprüche des Premiumautobauers zu machen.
Zehn Kilometer vom Werksgelände entfernt hat Daimler dafür ein 3000-Quadratmeter großes Ausbildungszentrum angemietet und 2,2 Millionen Euro in die Einrichtung investiert. Hier wurden die ersten Arbeiter des neuen Werks ausgebildet, des „Rückrat der Produktion“, wie Klein sie nennt. Nach ihrer Grundausbildung wurden sie für vier Wochen im Werk Rastatt von ihren deutschen Kollegen angelernt. „„Wir können uns keine Fehler erlauben. Seit dem ersten Tag muss jedes Fahrzeug, das wir in Kecskemét produzieren, die gleichen Qualitätsansprüche erfüllen wie ein Mercedes aus Rastatt“, sagt Werkleiter Klein. 300 Kollegen aus Deutschland, so genannte Expats, sollen das deutsche Know-How in Ungarn implementieren.

Den blauäugigen Deustchen trifft man immer wieder und überall!

Das entscheidet nicht der Mitarbeiter aus Kekskemet, sonder der "knallharte Sanierer" Zetsche.
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