Daimler-LKW-Chef Bernhard
„Ich habe ein gutes Verhältnis zu Betriebsräten“

Für viele Betriebsräte ist Wolfgang Bernhard ein rotes Tuch. Im Interview geht er auf die Arbeitnehmervertreter zu, sagt wo er für die LKW-Sparte Nachholbedarf sieht – und spricht über seine Rolle als Zetsches Kronprinz.
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DüsseldorfDer neue Chef der Daimler-Lkw-Sparte, Wolfgang Bernhard, setzt beim laufenden Sparprogramm auf eine enge Zusammenarbeit mit den Betriebsräten. „Wir bei Daimler Trucks müssen uns darauf konzentrieren, dass wir intern gut zusammenarbeiten und gemeinsam unsere Ziele erreichen“, sagte der 52-jährige Manager dem Handelsblatt (Mittwochausgabe). Die Konzernsparte Daimler Trucks will bis Ende kommenden Jahres ihre Kosten um 1,6 Milliarden Euro senken.

Für viele Betriebsräte ist Bernhard ein rotes Tuch, da er in seiner bisherigen Karriere kompromisslos Sparprogramme durchgesetzt hat. Auf Druck der Arbeitnehmervertreter im Daimler-Aufsichtsrat musste Bernhard er im April das Vorstandsressort Produktion mit dem von Lkw-Chef Andreas Renschler tauschen.

Im Interview mit dem Handelsblatt sagt Bernhard nun: „Ich habe zu fast allen Betriebsräten ein gutes und vertrauensvolles Verhältnis.“ Allerdings habe Daimler bei seiner Kostenstruktur Nachholbedarf gegenüber den Wettbewerbern. „Es gehört zu meiner Verantwortung, dies anzusprechen, selbst wenn es nicht immer einfach ist.“

Neben Renschler und China-Vorstand Hubertus Troska gilt Bernhard als ein möglicher Nachfolger von Konzernchef Dieter Zetsche, dessen Vertrag noch bis Dezember 2016 läuft. Angesprochen auf den Chefposten im Daimler-Konzern gab sich Bernhard zurückhaltend. „Ich werde mich voll einsetzen, meinen neuen Bereich voranzubringen. Alles andere ist kein Thema.“

Kommentare zu " Daimler-LKW-Chef Bernhard: „Ich habe ein gutes Verhältnis zu Betriebsräten“"

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  • Geht denn die große Zeit der Blender nun wohl langsam zu ende? Man kann es nur hoffen. Schaden genug haben sie ja nun wahrlich angerichtet. Man fragt sich nur immer wie es möglich ist dass solche Herren in der Menschheitsgeschichte immer wieder an Entscheidungsgewalt kommen. Ganz einfach; Sie reden den Aktionären nach dem Mund, versprechen Luftschlösser und spielen damit gleichzeitig der Gier der Selbigen in die Hand.
    Ihre vorgespielte Kompetenz und reale Unfähigkeit bewirkt freilich genau das Gegenteil.

  • Kein Mitarbeiter geschweige denn ein Mitglied des Betriebsrats mag diesen Menschen. Aus seiner Sicht: Er arbeitet gut und vertrauensvoll mit den Arbeitnehmervertretern zusammen !!!
    Um Gottes Willen, dieser Manager ist ein großer Träumer

  • Bernhard ist eine Luftpumpe.
    Piech hatte das bei VW schnell scharf gestellt ... u. schickte ihn nach ein paar Monaten in die Wüste.
    Mit Bernhard würde eine Luftpumpe die derzeitige Luftpumpe Zetsche ablösen.
    In 6 Jahren ist Daimler die 13. Tochter im VW Konzern. Dann läuft es wieder rund.

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