Daimler
Lkw-Sparte hofft 2010 auf Erholung

Der weltgrößte Nutzfahrzeughersteller Daimler setzt nach den dramatischen Absatzeinbrüchen in den vergangenen Monaten auf eine leichte Erholung 2010.
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HB STUTTGART. Die Auftragsbücher füllen sich zumindest in einigen Regionen wieder stärker. Doch die Branche kommt aus einem tiefen Tal und Daimler rechnet mit nur geringen Zuwächsen. In den deutschen Lkw-Werken sollen mehrere tausend Mitarbeiter voraussichtlich bis Mitte 2010 kurzarbeiten.

Die aktuelle Entwicklung signalisiere, "dass der weltweite Nutzfahrzeugmarkt die Talsohle erreicht hat", betonte Daimler-Nutzfahrzeugvorstand Andreas Renschler am Dienstag in Stuttgart. "Wir sehen in den Auftragseingängen in vielen Regionen zumindest den Beginn einer leichten Erholung des Marktes in 2010."

Für die Zeit von Januar bis Ende November 2009 muss Daimler Trucks einen Einbruch von 46 Prozent auf 234 686 Fahrzeuge verkraften. Wegen der Wirtschaftskrise ist die Nachfrage in den traditionell starken Märkten Europa, Nordamerika und Japan massiv gesunken.

Im November habe sich der Absatz der Marken Mercedes-Benz, Freightliner, Western Star und Fuso aber gefangen. Mit einem Minus von 36 Prozent sei der Rückgang der Verkäufe weniger ausgeprägt gewesen als im Jahresverlauf. Mit 26 000 verkauften Fahrzeugen sei der November der absatzstärkste Monat des Jahres gewesen.

Bei den Bussen rechnet Daimler 2010 mit einer Stagnation. Von Januar bis November 2009 gingen die Verkäufe um 22 Prozent auf 28 835 Omnibusse und Fahrgestelle zurück.

In den Auto-, Nutzfahrzeug- und Komponentenwerken von Daimler sind derzeit bundesweit 27 400 Mitarbeiter in Kurzarbeit. In der Nutzfahrzeugsparte sind 12 800 Beschäftigte in den Werken Mannheim Gaggenau, Wörth und Kassel betroffen. Die Maßnahme soll dort noch bis Ende Juni 2010 dauern. In zwei Pkw-Werken - Sindelfingen und Hamburg - gibt es dagegen schon im ersten Quartal 2010 keine Kurzarbeit mehr.

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