Daimler
Mercedes baut neues Sprinter-Werk in USA

Rund 500 Millionen Dollar investiert Daimler in eine neue Produktionsstätte in den USA. In der Fabrik in Charleston im Bundesstaat South Carolina soll die neue Sprinter-Generation für den US-Markt gebaut werden.
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New YorkDer US-Markt für sogenannte Kastenwagen wächst stark. Davon profitiert Mercedes mit seinem Sprinter. Verkaufte man 2013 22.000 Stück, stieg der Absatz im vergangenen Jahr auf 26.000 Fahrzeuge. Um das weitere Wachstum zu bedienen, investiert Mutterkonzern Daimler jetzt im großen Stil und baut für eine halbe Milliarde Dollar ein neues Werk in Charleston im US-Bundesstaat South Carolina. „Das ist ein bedeutender Tag für uns“, sagte Volker Mornhinweg, Chef von Mercedes-Benz Vans, auf einer Pressekonferenz zusammen mit Nikki Haley, Gouverneurin von South Carolina, in Charleston.

Bislang stellte Mercedes-Benz die Sprinter in Deutschland her. Hohe Zölle erschweren aber den Export. Auch will Mornhinweg den Markt mit der US-Produktion schneller bedienen können und bestimmte, auf den amerikanischen Markt zugeschnittene Modelle herstellen. In Charleston werden fünf Varianten hergestellt, vom Minibus für acht bis zehn Passagiere bis zum Transporter und Lieferwagen wie für Handwerker. Sie werden in den USA sowohl als Mercedes wie auch als Freightliner verkauft. Letztere Marke ist die Lkw-Sparte von Daimler mit Sitz in Oregon an der US-Westküste.

In South Carolina produziert BMW bereits seit 1994 jährlich 450.000 Fahrzeuge und beschäftigt 10.000 Menschen. Mercedes schafft mit dem Investment 1300 neue Arbeitsplätze, dazu kommen noch zahlreiche Lieferanten, die sich um das Werk ansiedeln werden. „Wir könnten nicht zufriedener sein“, sagte Haley, die Daimler Subventionen in Form von Steuernachlässen und anderen Zugaben in zweistelliger Millionenhöhe zugestand.

Der Autor ist Managing-Editor des Handelsblatts in den USA. Quelle: Frank Beer für Handelsblatt
Thomas Jahn
Handelsblatt / Korrespondent New York

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