Daimler
Mercedes ordnet Marketingetat neu

Die zum Daimler-Autokonzern zählende Edelmarke Mercedes-Benz wird nach dem Führungswechsel an der Spitze der Markenkommunikation ihren Marketingetat neu ausrichten. „Wir schauen derzeit alle auf unsere Budgets. Ich habe mir vorgenommen, stärker zu fokussieren“, sagte der neue Leiter des Bereichs Brand Communications Mercedes-Benz Cars, Anders Sundt Jensen, dem Handelsblatt.

FRANKFURT. „Die Dinge, die man tut, sollte man dann richtig tun“, sagt Anders Sundt Jensen. In diesem Jahr werde das Augenmerk im Marketing ganz besonders auf der neuen Mercedes-E-Klasse liegen. Mercedes werde aber auch weiterhin unter anderem in den Bereichen Mode, Sport und Corporate Social Responsibility als Sponsor tätig sein.

Die schwere Finanz- und Branchenkrise hinterlässt damit auch Spuren im Mercedes-Etat. Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte bereits auf der Jahrespressekonferenz des Unternehmens im Februar angekündigt, dass der Autohersteller im laufenden Jahr alle Budgets auf den Prüfstand stelle und mit einem rigiden Sparprogramm mehrere Milliarden Euro einsparen wolle. Der drastische Nachfrageeinbruch auf vielen großen Automärkten drückt derzeit Daimler – wie viele andere Wettbewerber – unter die Wasserlinie. So rechnet das Management bereits damit, dass der Konzern im ersten Quartal dieses Jahres einen operativen Verlust vorlegen wird. Anfang der Woche hatte Daimler mit dem Emirat Abu Dhabi einen neuen Großaktionär gewinnen können, der für 1,95 Mrd. Euro mit rund 9,1 Prozent der Anteile zum größten Daimler-Anleger wird.

Jensen hatte im Oktober 2008 den intern nicht unumstrittenen Olaf Göttgens auf dem Chefsessel des Mercedes-Marketings abgelöst. Göttgens, der heute Chef des Brillenherstellers Rodenstock ist, hatte für seine frühere Arbeit nicht nur Lob erhalten. Kritik gab es vor allem für das neue Mercedes-Logo, dem Göttgens seine prägnanten Konturen genommen hatte. Die „Stuttgarter Zeitung“ etwa porträtierte Jensens Vorgänger dafür als den „Mann, der den Stern plattgemacht hat“. Doch Jensen stellt das Konzept nicht infrage. „Wir haben einen sehr einprägsamen Markenauftritt“, betonte Jensen. „Ich kann Ihnen ganz sicher sagen, dass wir nicht vorhaben, das Stern-Signet zum jetzigen Zeitpunkt zu verändern.“ Allein die Tatsache, dass darüber geredet werde, zeige, dass damit tatsächlich eine hohe Aufmerksamkeit erzeugt werde.

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