Daimler

Mercedes plant die Elektro-Offensive

Daimler plant offenbar eine eigene Elektro-Submarke mit gleich vier neuen Modellen. Damit eifern die Schwaben dem Konkurrenten BMW nach und nehmen auch den Elektropionier Tesla ins Visier.
Der Autobauer will offenbar schon bald eine eigene Submarke für Elektrofahrzeuge starten. Quelle: dpa
Mercedes

Der Autobauer will offenbar schon bald eine eigene Submarke für Elektrofahrzeuge starten.

(Foto: dpa)

Bislang ist das Angebot von Elektroautos aus dem Daimler-Konzern mehr als überschaubar. Den elektrischen Smart bauen die Schwaben derzeit nicht, die elektrische B-Klasse nur auf Anfrage. Mit dem Autosalon in Paris, der im September startet, soll sich das ändern.

Gleich vier neue elektrische Modelle will der Konzern auf den Markt bringen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen im Konzern. Im Juni hatte das Handelsblatt bereits über entsprechende Pläne berichtet. Zwei SUVs und zwei Sedans seien geplant. In Paris soll bereits das erste Modell präsentiert werden. Dafür will Daimler offenbar eine eigene Submarke für die Elektrosparte schaffen, wie es Konkurrent BMW mit seiner „i“-Reihe vorgemacht hat. Der Name stehe noch nicht fest.

Mit der elektrischen Modelloffensive wollen die Schwaben auch dem Elektropionier Tesla die Stirn bieten, der mit dem Model S besonders der S-Klasse in vielen Märkten zu schaffen macht und sich mit dem SUV Model X anschickt, diesen Erfolg auch in den lukrativen Geländewagenklassen zu wiederholen.

Auch wenn Elektroautos im Heimatmarkt Deutschland trotz staatlicher Förderung noch sehr zaghaft nachgefragt werden, scheint sich international langsam ein Markt für Elektroautos zu entwickeln, von dem offensichtlich auch Daimler stärker profitieren will. Bis 2020 sollen die Autos in den Handel kommen.

Bislang hatte Daimler-Chef Dieter Zetsche stets auf die geringe Rentabilität der Elektromodelle verwiesen. Anders als Konkurrent BMW hatte Daimler darum seine bestehenden Serienmodelle um einen elektrischen Antrieb erweitert, statt eine eigene Plattform für Elektroautos zu entwickeln.

Diese E-Autos werden gekauft
E-Auto-Prämie
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In den ersten Tagen der Elektroauto-Prämie sind beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 718 Anträge eingegangen. Die Zahl entspricht nach Angaben der Behörde den Erwartungen, ist aber kein Vergleich zu der Antragsflug bei der Abwrackprämie vor ein paar Jahren: Dort waren in den ersten Tagen 150.000 Anträge eingegangen.

Renault und BMW profitieren
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Besonders profitieren von dem seit 2. Juli beantragbaren Zuschuss in Höhe von 4000 Euro für E-Autos und 3000 Euro für Plug-in-Hybride konnten Modelle von BMW und Renault.

Renault Zoe
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Am häufigsten wurde mit Hilfe der Prämie der Renault Zoe gekauft, 184-mal beantragten Käufer einen Zuschuss für den Elektro-Kleinstwagen.

BMW i3
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Auf dem zweiten Platz landet nach gut einer Woche der BMW i3, 127 Anträge wurden für den Kleinwagen gestellt, der ebenfalls von einem Elektromotor angetrieben wird.

BMW 225xe
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Mit deutlichem Abstand folgen auf Rang drei und vier zwei Plug-in-Hybrid-Modelle: Vom BMW 225xe wurden 80 Stück mithilfe der Prämie erworben...

Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid
6 von 9

...das SUV Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid kommt auf 54 Käufe.

Kia Soul EV
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 Die Top 5 ergänzt der Kia Soul EV, für den 32 Käufer einen Zuschuss beantragten.

Bei dem Prototyp, den Daimler in Paris präsentieren will, handelt es sich nach Bloomberg-Informationen um ein SUV mit einer Reichweite von 500 Kilometer, der auch designtechnisch zeigen soll, wie sich die Elektrosparte von anderen Modellen abgrenzt. Und auch einen Produktionsort für das Modell nennt Bloomberg. Gebaut werden soll der Mercedes E-SUV in Bremen. In dem Werk wird auch eine Wasserstoffvariante des GLC gebaut.

Auch die Trucksparte von Daimler soll ihre Modellpalette in den kommenden Jahren elektrifizieren. Anfang des kommenden Jahrzehnts wollen die Schwaben den ersten vollelektrischen Lkw präsentieren, bei den Transportern soll es noch schneller gehen. „Wir glauben, dass die Zeit gekommen ist, in den kommenden fünf bis zehn Jahren auch mit Elektromobilität Geld zu verdienen“, sagte Wolfgang Bernhard, Daimler-Nutzfahrzeugvorstand, im Interview mit Bloomberg.

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