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29.04.2008 

Der Finanzinvestor Cerberus hatte Daimler Mitte vergangenen Jahres gut 80 Prozent des Chrysler-Kapitals abgekauft, damit wurde die transatlantische Problem-Ehe formal beendet. Die restlichen 20 Prozent will Daimler halten, um sich weiterhin Einfluss auf die ehemalige Tochter zu sichern. Aus den in der Daimler-Bilanz zu berücksichtigenden Verlusten von Chrysler können nur schwer Rückschlüsse auf die detaillierte Ertragslage von Chrysler gezogen werden, da unterschiedliche Bilanzregeln angewandt werden.

Beim Umsatz trat Daimler im ersten Quartal trotz der um neun Prozent gestiegenen Fahrzeugverkäufe mit 23,5 Mrd. Euro gegenüber 23,4 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum praktisch auf der Stelle, da der schwache Wechselkurs des Dollar bremste. Anlysten hatten mit einem Umsatz von 23,6 Mrd. Euro gerechnet.

Die Konzernsparte Mercedes-Benz Cars legte glänzende Zahlen vor: Im ersten Quartal wurde der Absatz um 17 Prozent auf 318 300 Fahrtzeuge gesteigert. Die Marke Mercedes-Benz steigerte ihren Absatz um 10 Prozent auf 284 000 Fahrzeuge und erreichte ebenfalls eine Bestmarke für das erste Quartal. Der Smart-Absatz konnte nahezu verdreifacht werden.

Für das Gesamtjahr geht der Autobauer weiterhin von einem moderaten Umsatzzuwachs zum Vorjahreswert von 99,4 Mrd. Euro aus. Auch den Gewinnausblick ließ Daimler unverändert. Das Ebit werde ohne Berücksichtigung von Sondererträgen und-kosten deutlich über Vorjahr liegen.

Der Gegenwind für die Automobilindustrie und auch Daimler sei allerdings stärker geworden, räumte das Unternehmen ein. Abstriche machte der Traditionskonzern beim Absatz, der 2008 über dem Vorjahreswert von 2,1 Mill. Pkw und Nutzfahrzeugen liegen soll. Bislang war ein deutliches Plus bei den Verkaufszahlen in Aussicht gestellt worden.

Im Gegensatz zum Konkurrenten BMW verzichtete Daimler im Leasing- und Gebrauchtwagengeschäft auf eine demonstrative Erhöhung seiner Risikovorsorge, wie sie den Münchenern einen Gewinneinbruch im ersten Vierteljahr beschert hatte. Die Risikokosten sei zwar gestiegen, lägen aber weiterhin unter dem langfristigen Durchschnitt, teilte Daimler mit.

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