Daimler-Partner
Beijing Automotive schluckt chinesischen Rivalen

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ShanghaiDer chinesische Auto-Konzern Beijing Automotive will den kleineren Rivalen Zhenjiang Automobile übernehmen und damit zu größeren Konkurrenten aufschließen. Einen Kaufpreis nannte der Konzern am Mittwoch nicht, der sowohl unter der eigenen Marke Beiqi Pkw vertreibt, als auch gemeinsam mit Daimler und Hyundai Pkw für den chinesischen Markt fertigt.

Beijing Automotive kündigte an, umgerechnet knapp 1,9 Milliarden Euro beim Wettbewerber Zhenjiang investieren zu wollen. Damit solle die Fahrzeug-Produktion ausgeweitet werden. Zu Beijing Automotive mit Sitz in Peking gehört die Tochter BAIC Motor, bei der sich Daimler zu Jahresbeginn einen Anteil von zwölf Prozent für rund 640 Millionen Euro gesichert hat. BAIC Motor soll 2013 oder 2014 an die Börse gebracht werden.

Die staatlich kontrollierte BAIC Motor-Mutter Beijing Automotive hatte im Frühjahr angekündigt, ihren Absatz bis zum Jahr 2015 auf 3,6 Millionen Pkw mehr als verdoppeln zu wollen. Im laufenden Jahr sollen 2,1 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert werden. Zuletzt rangierte BAIC unter den chinesischen Autobauern auf Rang fünf. Um den Absatz anzukurbeln, hatte Beijing Automotive auch Zukäufe angekündigt. Darunter könne auch eine europäische Auto-Marke sein, die Fahrzeuge im mittleren bis oberen Preissegment anbiete.

Deutlich größer als Beijing Automotive sind in China die Autobauer FAW und SAIC, die gemeinsam mit VW und GM produzieren. Chinas Regierung will landeseigenen Autobauern, die bisher auf Partnerschaften mit westlichen Partner angewiesen sind, stärkeres Gewicht verleihen und setzt dazu auch auf eine Konsolidierung der Branche. (Reporter: Hendrik Sackmann; redigiert von Sören Amelang)

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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