Gute Quartalszahlen

Rekordverkäufe bescheren Daimler mehr Gewinn

Rekordverkäufe in der Pkw-Sparte haben den Umsatz beim Autobauer Daimler angetrieben. Die Stuttgarter haben damit das schwache Auftaktquartal zum Teil ausgebügelt. Der Ausblick für das Gesamtjahr bleibt unverändert.
Update: 21.07.2016 - 08:26 Uhr
Der Stuttgarter Autohersteller gab am 21.07.2016 die endgültigen Zahlen für das zweite Quartal bekannt. Quelle: dpa
Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche mit einer Mercedes-Benz E-Klasse

Der Stuttgarter Autohersteller gab am 21.07.2016 die endgültigen Zahlen für das zweite Quartal bekannt.

(Foto: dpa)

StuttgartDank eines Rekordabsatzes hat Daimler im zweiten Quartal den Nettogewinn leicht gesteigert. Das Konzernergebnis nach Steuern kletterte von April bis Juni um drei Prozent auf 2,45 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Donnerstag mitteilte. Das operative Ergebnis wurde von mehreren Sonderfaktoren, unter anderem einer Rückstellung für Rechtsrisiken von 400 Millionen Euro, belastet. Vor Steuern und Zinsen (Ebit) verdiente der Stuttgarter Autobauer mit 3,25 Milliarden Euro zwölf Prozent weniger als vor Jahresfrist.

Einzelheiten dazu hatte Daimler bereits Mitte Juli bekannt gegeben. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis stieg entgegen der Erwartung von Analysten um sechs Prozent auf fast vier Milliarden Euro. Dazu trugen vor allem die beiden Nischensparten Vans und Busse bei, während die großen Geschäftsfelder Pkw und Lkw weniger Gewinn abwarfen. Im Pkw-Geschäft schraubten die Stuttgarter die Rendite jedoch wieder auf zehn Prozent, nachdem sie im ersten Quartal auf sieben Prozent gesackt war. Mit 10,0 Prozent lag sie allerdings rund einen halben Prozentpunkt unter dem Vorjahresniveau.

AMG? OMG!
Dieser Mercedes ist ein Aufsehen-Erreger
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Die meisten silberfarbenen Mercedes, die wir auf der Straße sehen, sind langweilig. Wir übersehen sie, statt hinzugucken. Dieser Testwagen ändert das radikal. Der Mercedes AMG GT-S folgt einem besonders erfolgreichen Design-Rezept: Lange Schnauze, breit, flach, knapp geschnittene Fahrerkabine weit hinten. Und wer ihn nicht sofort sieht, der hört ihn. Dafür sorgt ein V8-Biturbo mit satt brabbelnden bis böse aufbrüllenden Sound.

Er duckt sich flach auf den Boden, wie zum Sprung bereit
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Unter der langen Motorhaube liegt der knapp vier Liter Hubraum große V8, der bis zu 510 PS an die Hinterräder schickt. Erst bei 7.200 Touren beginnt der rote Bereich des Drehzahlmessers. Und die 650 Newtonmeter maximales Drehmoment schieben schon ab 1.500 Umdrehungen mächtig an. In 3,8 Sekunden beschleunigt der AMG GT-S aus dem Stand auf Tempo 100, Schluss ist erst bei 310 km/h.

Doch Mercedes bringt den Porsche-911-Herausforderer nicht nur mit Leistungsdaten in Stellung, auch mit dem Preis: Bei 134.000 Euro beginnt der Spaß.

Ein schöner Rücken!
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Die Heckansicht gefällt Außenstehenden am besten. Und wir glauben nicht, dass das ein Zufall ist, denn die meisten Autofahrer werden ihn wohl auch aus dieser Perspektive zu sehen bekommen. Denkt man sich den Stern und die drei Buchstaben AMG mal weg, so sind bei Laien Verwechslungen mit Jaguar F-Type-Coupé und Porsche 911 nicht ausgeschlossen. Aber natürlich unbeabsichtigt.

Platz für zwei. Und kleines Gepäck.
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Man steigt hinunter in diesen Wagen, macht einen Diener unter dem niedrigen Dachholm. Die Wangen der gut geformten Sportsitze sind individuell verstellbar, sie halten zwei Personen in sicherer Umklammerung. Das ist aber auch nach langer Fahrt noch angenehm, weil eher intim als zu eng.

Der leuchtet von innen
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Das lippenstiftrote und schwarze Leder wirkt sexy in Kombination mit Ziernähten, Chromzierrat und einigen Klavierlackoberflächen. Die Kopffreiheit ist so gut, dass der Pilot ohne Probleme einen Helm tragen kann.

Gut erreichbar
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Nicht alles, was der Sportfahrer braucht, ist übers Lenkrad zu erreichen. Für manche Funktionen muss man die Hand vom Steuer nehmen. Etwa um die Start-Stopp-Automatik zu deaktivieren, weil man permanent dem Motorgeräusch andächtig lauschen möchte. Oder weil man die manuelle Schaltung über die Lenkrad-Paddles bevorzugt. Und wenn die Auspuffklappen von sehr laut auf brüllend laut gestellt werden.

PS-Fans, bitte mal hinhören!
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Die auffälligen Flügeltüren seines großen Bruders AMG SLS, der 2010 auf den Markt kam, hat er nicht. Dennoch zieht dieser Mercedes mindestens so viele Blicke auf sich wie ein beliebiger Ferrari. Bestnoten also für die Optik. Das bestätigen uns auch Passanten, die spontan zum tollen Auto gratulieren, die hochgereckten Daumen anderer (AMG-)Mercedes-Fahrer.

Der stets satte und bisweilen (zu) aggressive Auspuffsound spricht vor allem Jugendliche an, die uns liebevoll motivieren: „Drück drauf, Alter!“

Daimler hat damit das schwache Auftaktquartal zum Teil ausgebügelt. Den Ausblick für das Gesamtjahr ließ der Konzern unverändert. „Wir wachsen weiter profitabel und sind gut unterwegs, unsere Prognosen für das laufende Jahr zu erreichen“, erklärte Finanzchef Bodo Uebber. Das um Sonderfaktoren bereinigte Konzern-Ebit soll demnach „leicht“ steigen, worunter eine Spanne von 2,5 bis zehn Prozent zu verstehen ist.

Neben der Rechtsrückstellung belasteten noch weitere Sonderfaktoren das Geschäft: so etwa Kosten für den Rückruf potenziell gefährlicher Airbags des japanischen Herstellers Takata über 440 Millionen Euro sowie ein Wertverlust von Fahrzeugen in China, die durch eine Explosion im Hafen von Tianjin vor knapp einem Jahr beschädigt wurden. Abstriche waren auch wegen des ungünstigeren Wechselkurses notwendig. Abgefedert wurden die Belastungen durch einen Bewertungsgewinn von 605 Millionen Euro, der mit der Übertragung des rund dreiprozentigen Anteils am französisch-japanischen Autobauer Renault-Nissan in das Pensionsvermögen von Daimler anfiel.

Ganz großes Tennis
Natürlich ist es immer nur eine Frage der Zeit, bis Mercedes nach einer neuen Limousine auch die dazugehörige Kombi-Version vorstellt.
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Im Fall der aktuellen Baureihe der E-Klasse hat das rund ein halbes Jahr gedauert: Mitte Januar zeigten die Stuttgarter auf der Automesse in Detroit zum ersten Mal die Limousine – in Märkten wie den USA sind neben SUV in sämtlichen Größen vor allem noch klassische Limousinen gefragt.

Hierzulande ist das anders, hier stehen die praktischen Kombis mit sparsamen Dieselmotor im Fokus der Dienstwagen-Fahrer. Kein Wunder also, dass Mercedes das E-Klasse T-Modell, wie die Kombis bei Daimler heißen, in Deutschland vorgestellt hat. Und das nicht auf einer Messe, sondern am Rande eines Tennis-Turniers ...

Die passende Klientel war bei der Premiere des Luxus-Lasters also gleich anwesend.
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In der PR-Prosa von Mercedes klingt das dann so: "Dynamisch wie die Tennis-Profis und geräumig wie der Centre Court gibt die sechste Modellgeneration ihr Debüt." Solche gewollten Bezüge hat der Kombi eigentlich gar nicht nötig, denn zumindest auf dem Papier überzeugen die Fakten.

Bei der Technik greift der Kombi auf die bekannten Technologien der Limousine zurück.
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Zum Marktstart stehen die Modelle E 200 mit Vierzylinder-Benzinmotor (184 PS) und E 220 d (194 PS) mit dem völlig neu entwickelten Vierzylinder-Dieselmotor sowie der E 250 mit (211 PS) zur Verfügung.

Alle Modelle sind bei der Markteinführung mit dem neuen Neungang-Automatikgetriebe ausgerüstet.
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Im vierten Quartal 2016 folgen der E 200 d mit (150 PS), der E 350 d mit Sechszylinder-Diesel sowie der E 400, dessen Sechszylinder-Benzinmotor 333 PS leistet.

Blick in den Innenraum
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Das T-Modell verfügt über alle Innovationen der neuen E-Klasse, die Mercedes im Januar als „intelligenteste Business-Limousine der Welt“ gefeiert hatte. Neben den beiden riesigen Displays verfügt die E-Klasse unter anderem über eine neuartige Bedienmöglichkeit mit Touchpads am Lenkrad und einen teilautonomen Fahrassistenten.

Blick in den Innenraum
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Auf der Rückbank gibt es für die Passagiere etwas mehr Kopffreiheit, da die Dachlinie nicht wie bei der Limousine abfällt. Neu ist die serienmäßige Cargo-Funktion der Rücksitzbank: Die Lehne kann um rund 10 Grad steiler gestellt werden. Das sorgt für ein zusätzliches Ladevolumen von 30 Litern bei weiterhin voller Nutzbarkeit als Fünfsitzer.

Blick in den Innenraum
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Darüber hinaus lässt sich die Rücksitzlehne ebenfalls serienmäßig im Verhältnis 40:20:40 teilen, was viele Möglichkeiten der individuellen Aufteilung zwischen Transportkapazität und Sitzplätzen schafft. Mit Schaltern im Laderaum sowie rechts und links neben den Sitzlehnen lassen sich diese elektrisch entriegeln.

Auch die Schatten illegaler Geschäftspraktiken in der Vergangenheit der Lkw-Tochter Daimler Trucks lagen über dem Konzern, der seit mehr als zwei Jahren auf Erfolgskurs ist. Die EU-Kommission verdonnerte am Dienstag die europäischen Lkw-Hersteller wegen Preisabsprachen zu einer Rekordstrafe von fast drei Milliarden Euro. Von dieser entfiel gut eine Milliarde auf den Lkw-Weltmarktführer Daimler. Die Summe sei bereits mit Rückstellungen abgedeckt, hatte der Konzern dazu erklärt.

  • rtr
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