Daimler
Renault-Motoren kommen weiter zum Einsatz

Daimler-Kompaktmodelle mit Renault-Motoren sind bei einer Überprüfung des Kraftfahrtbundesamts im Frühjahr durchgefallen. Trotzdem will Daimler weiterhin Dieselmotoren von seinem Partner in seine Modelle einbauen.

ParisTrotz der Beanstandungen durch das Kraftfahrtbundesamt (KBA) will Daimler weiter Dieselmotoren von seinem Partner Renault-Nissan in seine Modelle einbauen. Man habe die Motoren genutzt, man nutze sie und werde sie nutzen, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche am Freitag beim Pariser Autosalon. Die Nachfrage nach den Motoren habe die Erwartungen bei Weitem übertroffen. Kunden hätten nie ein Problem mit ihnen gehabt.

Dabei sind die Kompaktmodelle mit Renault-Motoren neben den Vans von Daimlers V-Klasse die einzigen Modelle, die der Überprüfung durch das Kraftfahrtbundesamt im Frühjahr nicht Stand hielten. Sie sind Teil der „freiwilligen“ Rückrufaktion, die die Hersteller gestartet haben. Betroffen sind Einsteigermotoren von A-, B-, CLA- und GLA-Klasse, die der Partner Renault liefert. Zu den Untersuchungen der französischen Regierung, bei denen auch Renault-Motoren mit hohen Abgaswerten aufgefallen waren, sagte Konzernchef Carlos Ghosn: Er sei bereit, alles offenzulegen, um das Vertrauen wiederherzustellen. Dafür brauche es aber auch eindeutige Regeln.

Renault-Nissan und Daimler arbeiten seit sieben Jahren zusammen. Neben den Dieselmotoren entwickeln die Partner Teile der Stadtautos Twingo und Smart zusammen und bauen ein gemeinsames Kompaktwerk in Mexiko. Noch in diesem Jahr soll ein gemeinsamer Pick-up vorgestellt werden. Kein Autohersteller könne es in dem sich schnell ändernden Umfeld noch allein schaffen, sagte Ghosn. Eine gemeinsame Plattform für Elektromodelle sei allerdings vorerst nicht geplant, sagte Zetsche. Renault bietet im Gegensatz zu Daimler bereits eine breite Palette von Elektroautos an und gilt in Europa als Marktführer. Die Batterien aus Daimlers eigener Fertigung im sächsischen Kamenz werden im Smart eingesetzt, nicht aber im Twingo der Franzosen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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