Daimler steigert Absatz

„Stärkstes Halbjahr der Unternehmensgeschichte“

Ein Absatzplus von 38,5 Prozent bei Mercedes-Benz im wichtigen Markt China und das verkaufsstärkste Halbjahr in der Unternehmensgeschichte: Daimler fährt Rekorde ein und bläst zur Aufholjagd auf den Rivalen BMW.
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Daimler hat zur Aufholjagd in China geblasen, um BMW als Weltmarktführer unter den Premiumherstellern abzulösen. Quelle: Reuters
Mercedes bei einer Automesse in China

Daimler hat zur Aufholjagd in China geblasen, um BMW als Weltmarktführer unter den Premiumherstellern abzulösen.

(Foto: Reuters)

HamburgDaimler eilt von Rekord zu Rekord: Im vergangenen Monat lieferte die Oberklasse-Marke Mercedes-Benz weltweit 169.600 Fahrzeuge aus, 19,3 Prozent mehr als vor Jahresfrist, wie der Stuttgarter Autobauer am Montag mitteilte. „Im Juni haben wir nicht nur das verkaufsstärkste Halbjahr der Unternehmensgeschichte abgeschlossen, sondern mit einem Absatzplus von 38,5 Prozent auch den absatzstärksten Monat von Mercedes-Benz in China erzielt“, sagte Vertriebsvorstand Ola Källenius.

In der Volksrepublik hat Daimler zur Aufholjagd geblasen, um den bayerischen Rivalen BMW bis 2020 als Weltmarktführer unter den Premiumherstellern abzulösen. Gefragt waren im Juni laut Daimler erneut vor allem Kompakt- und Geländewagen. Vom Kleinwagen Smart, der im November neu aufgelegt wurde, schlugen die Stuttgarter im vergangenen Monat mehr als 11.300 Fahrzeuge los, ein Plus von 54,5 Prozent.

Insgesamt verkaufte die Pkw-Sparte des Konzerns im Juni knapp 181.000 Fahrzeuge (plus 21,1 Prozent). In den ersten sechs Monaten waren es 960.589 (plus 15,7 Prozent). Die Konkurrenten BMW und Audi haben noch keine Zahlen für Juni vorgelegt.

Ein Mercedes, wie es ihn noch nie gab
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Der Autokonzern Daimler hat auf der Technik-Messe CES (6. bis 9. Januar) in Las Vegas seine Vision für ein selbstfahrendes Auto der Zukunft vorgestellt. Das von Konzernchef Dieter Zetsche präsentierte Fahrzeug mit der Bezeichnung F015 hat eine futuristische langgezogene Form und einen Innenraum mit drehbaren Vordersitzen. Der silberne Prototyp fuhr nach einer Tour durch die Wüste und die Stadt auf die Bühne.

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Ein Mercedes, wie es noch nie einem gab, mit blau leuchtendem Stern im Grill, der von zuckenden gleichfarbigen LED-Balken umrahmt ist. Das langgezogene Kuppeldach reicht von Achse zu Achse, die breiten Türen öffnen sich gegenläufig wie ein Kleiderschrank. 

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Der Kühlergrill des F015 ist komplett mit blau leuchtenden LEDs bestückt. Das hat mehrere Funktionen. Zum einen kann man an der Anordnung der Lichter erkennen, ob das Auto gerade autonom fährt oder von einem Menschen gesteuert wird ...

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Zum anderen kann das Fahrzeug damit einem Fußgänger demonstrieren, dass es ihn sieht: Ein kleiner Schwarm leuchtender LEDs kann sich im Einklang mit dem Fußgänger über den Kühlergrill bewegen. Mit einer ähnlichen Anordnung roter LED-Lichter am Heck kann auch dem Fahrzeug dahinter angezeigt werden, dass es vor der Motorhaube gerade Bewegung gibt.

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In die Armaturentafel sowie die Rück- und Seitenwände sind sechs Displays integriert, auf denen durch Gesten, Bewegen der Augen oder durch Berührung viele Funktionen abgerufen werden können. Natürlich ist das Internet an Bord allgegenwärtig. Mobiles posten bei Facebook, Twittern oder Surfen im Web wird ungefährlich, denn schließlich denkt und lenkt der Computer.

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Daimler wolle für das autonome Fahren benötigte neue Kommunikationsmöglichkeiten mit der Umgebung etablieren, betonte Zetsche. So könne der Wagen zum Beispiel mit Fußgängern reden, etwa um sie zum Überqueren der Straße aufzurufen.

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Zugleich räumte er ein, dass es diverse ungelöste Probleme bei der Regulierung und auch ethischen Fragen gebe: Wie solle sich etwa ein Auto verhalten, wenn ein Unfall nicht mehr zu verhindern sei. «Diese offenen Fragen betreffen die gesamte Industrie und müssen gemeinsam gelöst werden», sagte Zetsche. Außerdem müsse das autonom fahrende Auto nicht nur technisch machbar, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll sein.

  • rtr
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