Daimler-Transportchef
„Wir kommen auch ohne Volkswagen zurecht“

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Neue Produktionsanlagen in Russland und Argentinien

Beim operativen Gewinn werden kleinere Brötchen gebacken: "Das Ebit kann im laufenden Jahr mit dem Umsatzwachstum nicht Schritt halten, da wir in die Zukunft investieren, um im Jahr 2015 den Absatz bis auf 400.000 Fahrzeuge hochzuschrauben", sagte Mornhinweg. Allein die Entwicklung des Stadtlieferwagens Citan habe "mehrere hundert Millionen Euro" verschlungen, sparsamere Motoren kosteten ebenfalls viel Geld.

Der bei Renault vom Band rollende Citan wird in Europa, Australien, Südafrika und der Türkei angeboten, ein Verkauf etwa in den USA ist jedoch nicht vorgesehen: "Das ist vielleicht eine Idee für die Zukunft und die nächste Modellgeneration." Bei den Montagekapazitäten von Renault sieht Mornhinweg ausreichend Luft: Im Drei-Schicht-Betrieb könnten im nordfranzösischen Werk Maubeuge pro Jahr mehr als 200.000 Citan und Kangoo vom Band rollen.

Gute Geschäfte mit dem in Deutschland, den USA, China und Südamerika gebauten Großraumtransporter Sprinter erhofft sich Daimler vor allem im stark wachsenden russischen Markt. Um Kosten zu senken, verfrachten die Schwaben ältere Produktionsanlagen aus dem Werk in Argentinien nach Russland: Der Autobauer Gaz soll damit ab 2013 jährlich bis zu 25.000 Sprinter im Auftrag montieren und so das mit hohen Zöllen belegte Importgeschäft ergänzen.

Ursprünglich war der Produktionsstart bereits für 2011 eingeplant, die Verhandlungen zogen sich jedoch hin. Die von Daimler darüber hinaus angestrebte Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit Gaz steht derzeit in den Sternen: "Wir wollen mit den Fahrzeugen zügig in den Markt, das steht derzeit im Vordergrund", sagte Mornhinweg. "Ein formalisiertes Gemeinschaftsunternehmen ist dafür nicht unbedingt notwendig - mir geht es um Geschwindigkeit, nicht darum, weiteres Papier umzudrehen." Das derzeit in den Metropolen Moskau und St. Petersburg konzentrierte Händler- und Servicenetz soll zügig auf künftig 30 Standorte wachsen.

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Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • .....was reden Sie für einen Stuss! Sie brauchen Nachhilfe-Unterricht und den bekommen Sie jetzt. Also, wenn eine Zusammenarbeit zwischen VW und Suzuki zustande gekommen wäre, hätte Suzuki nach Kriterien von Wolfsburg arbeiten müssen, nicht wahr! Dieser Eingriff war für die Japaner unannehmbar. So sieht also die Sachlage aus und nicht anders. Winterkorn und Piech zerreissen sich für ihren Laden, davon können Sie ausgehen. Was beide geschafft haben, ist sensationell und müßte, wenn es so etwas gäbe, geadelt werden. Piech hat es den anderen Autobauer-Chefs gegeben, und zwar mit Schmackes. Das Stuttgarter Unternehmen bringt im Gegensatz überhaupt nichts mehr zustande. Wenn überhaupt reagieren sie anstatt zu agieren. Von der Formel 1 bis zu den fertigen Produkten läuft diese ehemals anerkannt feinste Adresse im Automobilbau hinterher. Von Zetsche über Schremp, bis Reuter, gibt und gab es nur Schauspieler. Der letzte Konstrukteur war Prof. Ing. Breitschwert, der den G noch in der Sahara und Salzwüste in Utah in den USA selber mit getestet hat. Er war der letzte Konstrukteur. Die nachfolgenden Männer haben der Marke nur Schaden zugefügt. Heute will Daimler den Golf, den Sharan, den Tiguan, den Touran nachbauen. Und weiter....dem Caddy paroli zu bieten durch den Bau eines gleichen Wagens auf Renault-Kango-Basis mit Motoren von Renault. Es ist doch nicht zu fassen. Diese Entscheidungen sind Verzweifelungstaten
    und nichts anderes. Und dann noch, den Namen Daimler in England zu kaufen, dafür noch zu bezahlen, anstatt die Firma in Mercedes Benz-Gewand und Namen auftreten zu lassen. Wurde doch eine Nachfahre aus der Mercedes Benz-Dynastie seinerzeit v. H. Zetsche überfahren, als sie es wünschte. Der gesamte Vorstand mit Zetsche und dem Rest müßte nach Hause geschickt werden. Pensionen u. Zuwendungen müßten gestrichen werden. An die Spitze müßte wieder ein echter Konstrukteur bestellt werden. Ein Mann wie bei VW, mit Benzin im Blut. Und Sie sollten lieber schweigen.

  • In diesem Kommentar steht so unglaublich viel Müll, dass es einem schlecht wird.
    Dazu nur folgendes:
    Man wird nicht dadurch Marktführer wenn man ein schlechtes Produkt vertreibt. Und die Zusammenarbeit mit Renault und Nissan klappt besser als bei VW mit Suzuki, ausserdem kann sich bei dem Wettbewerbsdruck kein Hersteller der Welt mehr leisten, qualitativ minderwertige Produkte zu verkaufen.

  • In diesem Kommentar steht so unglaublich viel Müll, dass es einem schlecht wird.
    Dazu nur folgendes:
    Man wird nicht dadurch Marktführer wenn man ein schlechtes Produkt vertreibt. Und die Zusammenarbeit mit Renault und Nissan klappt besser als bei VW mit Suzuki, ausserdem kann sich bei dem Wettbewerbsdruck kein Hersteller der Welt mehr leisten, qualitativ minderwertige Produkte zu verkaufen.

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