Daimler trennt sich von Chrysler
Millionenschwere Belohnung

Zwei Daimler-Vorstände haben nach Angaben des Betriebsrats bei der Trennung von Chrysler etliche Millionen zusätzlich erhalten. Besonders scharf kritisierte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende und Betriebsratschef Erich Klemm die Begründung für die Extra-Zahlungen.

HB FRANKFURT. „Gegen diesen Skandal haben wir uns im Aufsichtsrat gewehrt, leider ohne Erfolg“, sagt Klemm der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Zwei Vorstände,Tom LaSorda und Eric Ridenour, erhielten demnach einen hohen Bonus, weil sie mit dem Käufer von Chrysler gut verhandelt hätten.

Klemm kritisierte, die Manager bekämen ohnehin bereits ein „nicht gerade bescheidenes Entgelt“. Nun erhielten sie noch etliche Millionen zusätzlich, weil sie „ein paar Wochen, hart verhandelt“ hätten. „So etwas geht nicht“, wird Klemm zitiert.

Ein Daimler-Sprecher bestätigte auf Anfrage der Zeitung die Belohnung für die Vorstände, ohne allerdings die Höhe zu nennen. „Über die Vorstandsvergütung werden wir im Geschäftsbericht 2007 transparent berichten“, sagte der Konzernsprecher.

Die „Vergütungsanreize“ seien von externen Rechtsberatern geprüft worden. Die Kritik des Betriebsratschefs bezeichnete der Sprecher als nicht nachvollziehbar, da auch die Arbeitnehmervertreter im Präsidium die Vorgehensweise bei dem Deal an sich als richtig und rechtlich einwandfrei bezeichnet hätten.

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