Daimler
Vorlaufzeit war Grund für irreführende Werbung

Die Deutsche Umwelthilfe erwirkt eine einstweilige Verfügung gegen die Werbung für die S-Klasse. Daimler erklärte die irreführenden Angaben mit den langen Planungsfristen in der Printwerbung.
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KarlsruheDer Autobauer Daimler hat lange Vorlaufzeiten für die S-Klasse-Werbung als Grund dafür benannt, weshalb irreführende Angaben zur Umweltverträglichkeit der Oberklasse-Serie veröffentlicht wurden. Dass AMG-Modelle mit höherem Verbrauch in den ersten Anzeigen nicht berücksichtigt wurden, erkläre sich mit einer zeitlichen Überschneidung der Anzeigenschaltung und der erst danach erfolgten Verkaufsfreigabe für die AMG-Versionen, wie der Konzern am Dienstag mitteilte.

Das Landgericht Stuttgart hatte auf die Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) die Werbung für die S-Klasse untersagt. Der DUH zufolge hatte der Konzern in der Werbung günstige Effizienzklassen von D bis A versprochen. Dass die spritdurstigsten Modelle „S 63 AMG 4Matic lang“ und „S 63 AMG“ nur die Effizienzklassen „F“ und „E“ erreichen, blieb unerwähnt.

Der Konzern erklärte die Panne mit den langen Planungsfristen in der Printwerbung. Als die Anzeigen Mitte Juni in Auftrag gegeben wurden, habe man den höheren Verbrauch der AMG-Versionen noch nicht berücksichtigt, da diese Modelle damals auch noch nicht publiziert oder für den Verkauf freigegeben worden waren. Diese Freigabe sei erst am 19. Juli erfolgt und die Werte der AMG-Modelle in Print-Vorlagen berücksichtigt worden. In einigen Zeitschriften mit langem Vorlauf für den Andruck sei es aber gleichwohl zu einer Überschneidung gekommen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Daimler: Vorlaufzeit war Grund für irreführende Werbung"

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  • Falsch! Das war pure Absicht mit anschließend kostenloser Werbung wie diesem Artikel hier. PR nennt man das...
    Trotzdem traurig.

  • Welch dümmliche Ausrede! Als ob das Telefon nicht schon längst erfunden worden wäre. Ein einziger Anruf hätte genügt, um die ganze Werbekampagne innerhalb weniger Minuten zu stoppen. Nein, das war kein unglückliches zeitliches Zusammentreffen, sondern pure Absicht. Nach dem Motto: Der Kunde ist sowieso blöd, der merkt das nicht!

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