Daimler-Vorstand
Renschler darf nicht zur Konkurrenz wechseln

Mit dem Abschied von Andreas Renschler verliert Daimler-Chef Dieter Zetsche einen möglichen Nachfolger. Einen Wechsel des Kronprinzen zu Volkswagen schließt der Daimler-Chef aber aus.
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BerlinDer scheidende Daimler-Vorstand Andreas Renschler muss sich in Geduld üben, bevor er bei einem Konkurrenten anheuern kann. „Ein Wechsel zu einem Wettbewerber ist auf absehbare Zeit ausgeschlossen“, sagte Vorstandschef Dieter Zetsche dem Handelsblatt am Rande einer Veranstaltung des  Branchenverbands VDA. Renschler hatte am Dienstag überraschend seinen Rückzug bei Daimler angekündigt. Seitdem wird über einen möglichen Wechsel zu Volkswagen spekuliert.

Bei dem Wolfsburger Konzern könnte der 55-Jährige die Führung über die Lkw-Sparte übernehmen, die dringend konsolidiert werden muss. Die VW-Töchter Scania und MAN arbeiten bislang eigenständig, eine nötige Konsolidierung kommt nicht voran. Der bisherige Vorstand für die Nutzfahrzeuge, Leif Östling, gilt daher firmenintern als angezählt.

Für Daimler sei das nicht von Bedeutung, „da von der Vertragsgestaltung Herr Renschler in absehbarer Zeit für keinen Wettbewerber arbeiten wird“, sagte der Konzernchef am Donnerstagabend auf der Premiere der neuen V-Klasse in München. Wie lange die Wechselsperre dauert, wollte er jedoch nicht sagen. Es sei aber eine „deutliche Zeit“.

VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch hatte zuvor in der „Stuttgarter Zeitung“ angedeutet, Renschler habe ein Angebot aus Wolfsburg erhalten, jedoch betont, „erst einmal muss der Aufsichtsrat entscheiden“.

Renschler wäre aus Sicht von Branchenexperten der ideale Kandidat für den Posten. Von 2004 bis 2013 hatte er die Lkw-Sparte von Daimler geführt und die Rentabilität des Marktführers deutlich verbessert. Konzernkreisen zufolge hat ihn die VW-Führung bereits auf einen möglichen Wechsel angesprochen, ein Vertragsangebot liege indes nicht vor.

Laut Vertrag darf Renschler für zwölf Monate nicht zur Konkurrenz wechseln. Allerdings könnte der Aufsichtsrat von Daimler auf diese Option verzichten und ihm einen Wechsel zu Volkswagen erlauben. Dazu wird es aber wohl nicht kommen, wie Zetsche deutlich machte.

Mit seinem Ausstieg verliert Zetsche einen Schlüsselspieler im Vorstand. Renschler war für die Ausarbeitung und die Umsetzung eines Sparprogramms verantwortlich, mit dem die Kosten der Pkw-Sparte um zwei Milliarden Euro gesenkt werden sollen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Mitarbeiter auf Privilegien verzichten müssen. Da Renschler das Vertrauen der Betriebsräte genießt, wurde ihm die Umsetzung dieser Aufgaben am besten zugetraut.

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Kommentare zu " Daimler-Vorstand: Renschler darf nicht zur Konkurrenz wechseln"

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  • ....Investitions Hedgefons DAIMLER

    Sie haben keine Ahnung. Daimler investiert in CHINA zu spät und viel zu wenig im Vergleich zu VW oder BMW.

    Beide Wettbewerber haben die doppelte Produktionskapazität in CHINA, weil sie diesen Markt RECHTZEITIG entwickelt haben. Zetsche hat wieder mal geschlafen ! Das freut die Wettbewerber....

  • "Renschler darf nicht zur Konkurrenz wechseln"

    Weshalb nicht?

    Daimler stellt doch auch Politiker ein, die gestern noch auch der gegenüberliegenden "Tischseite" gesessen haben.

    Diese Konkurrenzklausel ist aber im Falle Daimler nicht nachvollziehbar.

  • Logikfehler im vorletzten Absatz: "Allerdings könnte der Aufsichtsrat von Daimler auf diese Option verzichten und ihm einen Wechsel zu DAIMLER erlauben." Es geht doch um den Wechsel zu VW...

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