Daimler: Zeichen für Trennung: Chrysler-Entscheidung noch 2007

Daimler: Zeichen für Trennung
Chrysler-Entscheidung noch 2007

Beim Autokonzern Daimler-Chrysler mehren sich Stimmen, die für eine Abspaltung der US-Sparte sprechen. Daimler-Chef Zetsche will schnell für Fakten sorgen – Chrysler-Boss LaSorda fordert eine rasche Entscheidung. Es gibt bereits Spekulationen um neue Partnerschaften.

STUTTGART/NEW YORK/FRANKFURT. Der Autokonzern Daimler-Chrysler drängt auf eine schnelle Richtungsentscheidung über das Schicksal seiner angeschlagenen US-Sparte. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen sollen die Würfel über die Zukunft von Chrysler noch in diesem Jahr fallen. Bislang hatte sich der Konzern nicht auf einen Zeitplan zur Prüfung der strategischen Optionen für Chrysler festlegen wollen. Im Vorstand mehren sich den Informationen zufolge die Stimmen, die eine Abspaltung von Chrysler favorisieren. Ein Daimler-Sprecher wollte die Angaben nicht kommentieren.

Spekulationen über eine Trennung von Chrysler hievten die Daimler-Chrysler-Aktie am Freitag auf den höchsten Stand seit sieben Jahren. Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte letzte Woche ein hartes Sanierungsprogramm für die US-Sparte vorgestellt, aber auch angekündigt, „weitere strategische Optionen“ zu prüfen. Bislang hatte er eine Trennung stets ausgeschlossen.

Vor allem Chrysler-Chef Tom LaSorda fordert rasch Klarheit. Verkaufsgerüchte belasteten Mitarbeiter und Projekte, sagte er in einem Interview. Damit wächst der Zeitdruck auf die von Daimler als Berater ausgewählten Investmentbanker von JP Morgan, die Optionen für die angeschlagene US-Sparte zu durchleuchten.

Die Investmentbanker werden laut Finanzkreisen drei Szenarien durchspielen: einen kompletten Verkauf von Chrysler, eine Abspaltung als eigenständiges Unternehmen und strategische Allianzen.

Für das Daimler-Management habe eine Reduzierung des Chrysler-Anteils Priorität, glauben die Analysten von JP Morgan. Als potenzieller Einsteiger bei Chrysler wird bereits der US-Konkurrent General Motors gehandelt. Die Sondierungsgespräche befinden sich allerdings noch in einem frühen Stadium. Die Manager in Stuttgart haben neben GM auch den französisch-japanischen Autokonzern Renault-Nissan als möglichen Partner im Visier.

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