Daimler
Zetsche will Mitarbeiterzahl stabilisieren

Daimler-Chef Dieter Zetsche macht der Belegschaft des Autobauers keine Hoffnungen auf steigenden Mitarbeiterzahlen nach der Krise. "Das absolute Maximalziel wäre, die Zahl der Beschäftigten in Deutschland und in Baden-Württemberg zu halten", sagte Zetsche am Mittwochabend auf einer Veranstaltung in Stuttgart.

HB STUTTGART. Mehr sei nicht drin. In der Absatzkrise habe die Kurzarbeit bei Daimler Schlimmeres verhindert. Sie soll die Zeit bis zu einem Wiederanziehen der Nachfrage überbrücken. "Wir planen deshalb keine gravierenden Personalprogramme", sagte Zetsche. Der Konzern will bei den Personalkosten zwei Mrd. Euro einsparen, aber ohne einen Stellenabbau auskommen.

Zuletzt arbeiteten 41 000 der 160 000 Daimler-Beschäftigten in den deutschen Werken kurz. Der Konzern hat vorsorglich bis zum Jahresende Kurzarbeit angemeldet. "Insgesamt gesehen können wir eine gewisse Zuversicht haben, dass wir in Summe vielleicht den Beginn der Erholung erleben", sieht Zetsche einen Hoffnungsschimmer.

Der Vorstandschef verteidigte die Entscheidung, ein Werk für die kleineren Modelle - der Mercedes-A- und B-Klasse - in Ungarn zu bauen. Bisher waren diese nur im badischen Rastatt montiert worden. "Das ist nicht eine Entscheidung gegen Rastatt, sondern für Rastatt", sagte er. Dort solle in die Nachfolgegeneration der A- und B-Klasse ein hoher dreistelliger Millionenbetrag investiert werden. Bei der C-Klasse sei noch nichts entschieden. Der Betriebsrat befürchtet langfristig eine Verlagerung der Produktion der Volumen-Baureihe vom Stammwerk in Sindelfingen in die USA.

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