DaimlerChrysler verärgert Chef von Hyundai
Hyundai will Kooperation mit DaimlerChrysler beenden

Hyundai plant Medienberichten zufolge, die Zusammenarbeit mit DaimlerChrysler zu beenden. Der Autohersteller reagierte verärgert über die von DaimlerChrysler angekündigte neue Asien-Strategie.

HB BERLIN. Der südkoreanische Automobilproduzent Hyundai will in der kommenden Woche alle Kooperationsverträge mit DaimlerChrysler kündigen. Das berichtete die «Automobilwoche» am Freitag unter Berufung auf drei Vorstandsmitglieder von Hyundai. Konzernchef Park Hwang-Ho sei stark verärgert über die China-Pläne von Mercedes-Benz.

Das «Handelsblatt» hatte am Freitag berichtet, dass das Stuttgarter Unternehmen einen Ausstieg bei Hyundai ins Auge gefasst hat. Die Zeitung beruft sich auf Informationen des Aufsichtsrates. DaimlerChrysler erwäge demnach den Verkauf seines 10,5-prozentigen Anteils. Die Gespräche mit den Koreanern über eine Lkw-Allianz stünden offenbar vor dem Scheitern. Durch die Veräußerung würde die strategische Bedeutung der Beteiligung verloren gehen, hieß es weiter. Der Wert des Anteils liege bei rund 900 Millionen Euro. In einer Telefon-Konferenz am Freitag hatte Manfred Gentz, Finanzchef von DaimlerChrysler allerdings erklärt, dass alle Kooperationen mit Hyundai weiterliefen.

Am Vorabend hatte DaimlerChrysler überraschend entschieden, sich nicht an der geplanten Kapitalerhöhung bei dem angeschlagenen japanischen Partner Mitsubishi zu beteiligen. Jede weitere finanzielle Unterstützung solle demnach eingestellt werden. Der Konzern hatte sich im März 2000 im Rahmen einer Kapitalerhöhung von 2,1 Milliarden Euro zunächst mit 34 Prozent an den Japanern beteiligt. Später wurden der Anteil auf 37 Prozent aufgestockt.

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