Dank Abwrackprämie
Ausländische Autobauer auf dem Vormarsch

Die Abwrackprämie hat auf dem Auto-Markt in Deutschland nach Angaben der Pkw-Importeure im März für ein massives Zulassungsplus gesorgt. Profiteure waren vor allem die ausländischen Autobauer mit ihrer breiten Palette an Kleinwagen.

HB DÜSSELDORF. Im vergangenen Monat seien rund 401 000 Fahrzeuge neu registriert worden, 40 Prozent mehr als vor Jahresfrist, teilte der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) am Donnerstag in Bad Homburg mit. Damit setzt sich der positive Trend des Februar fort, wo zum ersten Mal die Abwrackprämie voll gegriffen hatte. Wer seinen alten Wagen verschrottet und dafür einen Neu- oder Jahreswagen kauft, bekommt vom Staat 2 500 Euro.

Besonders hoch sei der Zuwachs im März mit 62 Prozent in den neuen Bundesländern ausgefallen. Bereinigt um drei Verkaufstage, die der März in diesem Jahr mehr hatte als im vergangenen, habe sich das Verkaufsplus bundesweit auf 20 Prozent belaufen. Im Vorjahr war Ostern in den März gefallen.

Fast jedes zweite neu zugelassene Auto kam dem VDIK zufolge von jenseits der Grenze. Vor einem Jahr war es nur jeder Dritte gewesen. Da die meisten Kunden sich für einen Kleinwagen entscheiden, steigt der Marktanteil der ausländischen Hersteller. Besonders Franzosen und Italiener sind in dem Segment seit jeher stark vertreten. Auf deutscher Seite profitieren am ehesten die Volumenhersteller Volkswagen, Ford und die ums Überleben kämpfende General-Motors-Tochter Opel.

VDIK-Präsident Volker Lange sieht den Markt auch weiter intakt: "Die Entscheidung der Aufstockung der Mittel für die Umweltprämie kam gerade noch rechtzeitig." Ursprünglich war der Fördertopf auf 1,5 Milliarden Euro oder 600 000 neue Autos begrenzt. Nach dem Ansturm der Kunden soll die Abwrackprämie jetzt ohne weitere Deckelung bis Ende des Jahres gelten. Ein förmlicher Beschluss der Regierung fehlt allerdings noch. Mittlerweile liegen rund 1,1 Millionen Anträge vor.

Vor Einführung der Abwrackprämie war der deutsche Automarkt wie im Rest der Welt eingebrochen. In den USA mussten die Hersteller auch noch im März Rückgänge zwischen 20 und 45 Prozent verbuchen. Allerdings gab es nun erste zuversichtliche Stimmen. Zum Monatsende, so hieß es aus den USA, habe die Nachfrage wieder etwas angezogen.

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