Dank Biopharmasparte
Operativer Gewinn von Merck legt stärker als erwartet zu

Ein starkes Geschäft in seiner Biopharmasparte sowie mit Flüssigkristallen hat dem Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck im ersten Quartal einen überraschend kräftigen Gewinnanstieg beschert. Der operative Gewinn habe sich auf 359,6 Mill. Euro von 240,9 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum erhöht, teilte das Darmstädter Unternehmen am Mittwoch mit.

rtr FRANKFURT. Analysten hatten im Schnitt mit 293 Mill. Euro deutlich weniger erwartet. Die Gesamterlöse lagen im ersten Quartal bei 1,9 Mrd. Euro, ein Plus von 8,3 Prozent binnen Jahresfrist.

"Merck ist hervorragend in das Geschäftsjahr 2008 gestartet. Die Ergebnisse unseres ersten Quartals sind ein gutes Beispiel dafür, wie wir uns profitables Wachstum vorstellen - der Gewinn steigt schneller als der Umsatz", erklärte der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Karl Kley. -Ludwig Merck sei damit auf Kurs, seine Jahresziele zu erreichen. Für das Gesamtjahr werde weiterhin ein Anstieg der Gesamterlöse um fünf bis neun Prozent erwartet. Zugleich strebt Merck eine operative Umsatzrendite vor Abschreibungen und Integrationskosten von 23 bis 27 (2007: 24,8) Prozent an.

In der Biopharmaziesparte Merck Serono, die rund 64 Prozent der Gesamterlöse ausmacht, lag der Umsatz im ersten Quartal bei 1,18 Mrd. Euro, ein Plus von fast zehn Prozent. Mit dem Krebsmedikament Erbitux setzten die Darmstädter mit 145 Mill. Euro ein Drittel mehr um als im Vorjahreszeitraum. Erbitux habe damit das stärkste Jahresviertel seit dem zweiten Quartal 2005 erlebt. Die Erlöse mit dem Multiple-Sklerose-Mittel Rebif kletterten um elf Prozent auf 313 Mill. Euro.

Im lukrativen Geschäft mit Flüssigkristallen für Flachbildschirme oder etwa Handy-Displays legten die Erlöse um gut 13 Prozent auf 234 Mill. Euro zu. Hier machen Merck Währungseffekte besonders zu schaffen, da das Geschäft zum Großteil in asiatischen Währungen abgerechnet wird - organisch wäre die Sparte um 25 Prozent gewachsen. Die Umsatzrendite sank auf 51,1 (Vorjahreszeitraum: 54,8) Prozent. Damit lag Merck am oberen Ende der für das Gesamtjahr anvisierten Spanne von 47 bis 52 Prozent. Die Sparte Flüssigkristalle trägt zwar nur rund 13 Prozent zu den Gesamterlösen bei, machte im ersten Quartal aber rund ein Drittel des operativen Konzerngewinns aus.

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