Dank des hohen Ölpreises
Exxon macht größten US-Gewinn aller Zeiten

Der hohe Öl-Preis hat dem Multi Exxon Mobil den bislang höchsten Gewinn eines US-Konzerns überhaupt beschert und die Anleger erfreut. Auch die Konkurrenz konnte zulegen - allerdings nicht immer den Markt zufrieden stellen.

HB HOUSTON/SAN REMO. Exxon Mobil gab für das vierte Quartal am Freitag einen um fast 14 Prozent höheren Nettogewinn von 11,7 Mrd. Dollar (7,87 Milliarden Euro) bekannt. Der Gewinn je Aktie lag bei 2,13 Dollar nach 1,76 Dollar im Vorjahreszeitraum und übertraf damit auch die Erwartungen der Analysten von 1,98 Dollar. Der Umsatz stieg auf 116,6 Mrd. Dollar nach 90 Milliarden. "Sie haben durch die Bank weg etwas geleistet", sagte James Halloran von National City Private Client.

Für das Gesamtjahr 2007 erreichte der Ölgigant ebenfalls neue Rekordmarken. Exxon erzielte mit 40,6 Milliarden Dollar (27,3 Milliarden Euro) den höchsten Gewinn eines US-Unternehmen in der Geschichte. Grund waren unter anderem die Rekordpreise für Öl, wie das in Deutschland unter der Marke Esso bekannte Unternehmen am Freitag in Houston mitteilte. Der Umsatz des größten börsennotierten Ölkonzerns der Welt stieg um gut 7 Prozent auf 404,5 Milliarden Dollar (272 Milliarden Euro). Exxon Mobil fördert 3 Prozent des Öls auf der Welt.

Mit dem Jahres-Rekord hat der Energiegigant eine von ihm selbst aufgestellte Bestmarke aus dem Jahr 2006 überschritten, als der Gewinn einige hundert Millionen niedriger gelegen hatte.

Auch der Konkurrent Chevron gab wegen des Ölpreises am Freitag einen höheren Quartalsgewinn bekannt. Der Überschuss des zweitgrößten US-Ölkonzerns kletterte um 29 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar (3,3 Mrd Euro). Im Gesamtjahr 2007 spülte das schwarze Gold Chevron einen Gewinn von 18,7 Milliarden Dollar in die Kassen und damit 9 Prozent mehr als 2006. Der Umsatz verbesserte sich im vierten Quartal um 29 Prozent auf 61,4 Milliarden Dollar. Im gesamten vergangenen Jahr stieg er um 5 Prozent auf rund 220,9 Milliarden Dollar, teilte Chevron am Freitag in San Ramon (US-Staat Kalifornien) mit.

Am Vortag hatte bereits der europäische Ölkonzern Royal Dutch Shell einen kräftigen Gewinnsprung für das vergangene Jahr berichtet. Demnach stieg der Nettogewinn um 23 Prozent auf 31,3 Milliarden Dollar (21,2 Milliarden Euro). Der Umsatz nahm um 12 Prozent auf 356 Milliarden Dollar (241 Milliarden Euro) zu. Anleger reagierten dennoch enttäuscht auf die Shell-Zahlen.

Die enormen Gewinnsteigerungen kommen bei allen Konzernen aus der Sparte Ölförderung. Im Raffineriegeschäft dagegen kämpfen alle Wettbewerber mit mit sinkenden Margen.

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