Dank gestiegener Rohstoffpreise
Ölpreise bescheren Exxon Mobil Gewinnsprung

Die weltweit größte börsennotierte Ölgesellschaft Exxon Mobil hat wie ihre Konkurrenten im zweiten Quartal dank der gestiegenen Öl- und Erdgaspreise einen Gewinnsprung von 58 Prozent verzeichnet. Mit seinem Ergebnis übertraf der US-Konzern die Erwartungen von Branchenexperten.

Reuters NERW YORK. Das in Irving (Texas) ansässige Unternehmen gab am Donnerstag für das vergangene Quartal einen Anstieg des Reingewinns auf 4,17 (Vorjahreszeitraum 2,64) Milliarden Dollar oder 62 (39) Cent je Aktie bekannt. Analysten hatten im Durchschnitt einen Gewinn je Aktie von 55 Cent erwartet. Der Umsatz stieg um zwölf Prozent auf 57,2 Milliarden Dollar. Dank des starken Barmittelzuflusses weitete Exxon seine Investitionen und Erschließungsausgaben um 13 Prozent auf 3,83 Milliarden Dollar aus.

Exxon-Mobil-Aktien lagen im Einklang mit dem New Yorker Gesamtmarkt rund zwei Prozent im Plus bei 36,06 Dollar. Dollar.

Auch die Exxon-Wettbewerber BP und Royal Dutch/Shell hatten von den höheren Ölpreisen profitiert und kräftige Zuwächse beim Quartalsgewinn verbucht. Die Ölkonzerne erwirtschafteten damit Gewinne, die zu den bislang weltweit höchsten Überschüssen börsennotierter Unternehmen in einem Quartal zählen.

Vor allem die gestiegenen Rohstoffpreise sorgten für das kräftige Gewinnplus im zweiten Quartal. Die Preise für Erdöl und -gas waren zu Jahresbeginn auf Rekordstände geklettert, nachdem die Unruhen in den ölreichen Ländern Nigeria und Venezuela sowie der bevorstehende Krieg im Irak die Sorgen um mögliche Versorgungsengpässe verstärkt hatten. Zwar sanken die Energiepreise ab dem ersten Vierteljahr wieder etwas, blieben aber auf historisch hohem Niveau angesichts knapper Lagerbestände und der anhaltenden Spannungen im Irak.

Analysten warnen vor sinkenden Preisen im Jahresverlauf

Analysten gehen jedoch davon aus, dass die Energiepreise im Jahresverlauf nachgeben werden. Zudem ist das dritte Quartal traditionell eher schwach im Bereich Raffination und Vertrieb. Im abgelaufenen Quartal kletterte der Gewinn aus dem Bereich Exploration und Produktion - dem so genannten Upstream-Geschäft - um 27 Prozent auf 2,84 Milliarden Dollar. Im Downstream-Bereich, also der Raffination und dem Marketing, verdoppelte sich der Gewinn auf 1,15 Milliarden Dollar. Überraschend positiv entwickelte sich zudem der Geschäftsbereich Chemie, wo der Gewinn um 63 Prozent auf den höchsten Stand seit 1998 zulegte.

Analysten zeigten sich vor allem angesichts der Entwicklung im Downstream und der Chemie-Sparte beeindruckt. „Die im Ausland erzielten Ergebnisse im Downstream-Bereich waren die stärksten seit langem und die Chemie-Sparte war eine große Überraschung“, sagte Fadel Gheit, Analyst bei Fahnestock & Co. Die Gewinne aus dem Öl- und Gasgeschäft seien wie erwartet ausgefallen, während die Produktion etwas enttäuscht habe, fügte Gheit hinzu.

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