Dank hoher Öl- und Gaspreise
Gazprom verbucht im ersten Quartal sattes Gewinnplus

Der russische Gaskonzern Gazprom hat dank höherer Öl- und Gaspreise im ersten Quartal ein deutliches Gewinnplus verzeichnet.

HB MOSKAU. Der Nettogewinn stieg nach Unternehmensangaben vom Mittwoch auf 113,23 Milliarden Rubel (etwa 3,3 Milliarden Euro) - das sind 141 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Der nach Marktkapitalisierung drittgrößte Konzern weltweit erklärte, die Gewinne seien auf der Grundlage höherer Umsätze gestiegen. Gazprom habe mehr Gas zu höheren Preisen in Europa und im Inland verkauft. Zudem habe das Unternehmen vom Kauf des Ölproduzenten Sibneft im vergangenen Jahr profitiert. Gazprom übernahm Sibneft für gut elf Milliarden Euro.

Der staatlich kontrollierte Monopolist sorgte in Europa im Winter für Schlagzeilen, als er im Rahmen eines Streits mit der Ukraine die Gaslieferungen Richtung Westen drosselte. In weiten Teilen Europas kam weniger Gas an. In Folge des Streits setzte der Konzern deutlich höhere Gaspreise für die Ukraine durch.

Gazprom-Chef Alexej Miller trat indes jüngst Befürchtungen entgegen, die Gaslieferungen seines Unternehmens könnten als politisches Druckmittel gegen die Bundesregierung eingesetzt werden. Er verwies auf langfristige Lieferabkommen. Zugleich kündigte Miller vor wenigen Tagen weitere Investitionen in Deutschland an.

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