Dank Smartphone-Boom
Spezialmaschinenbauer Manz weiter auf Rekordkurs

Der Boom bei Smartphones zahlt sich für den Spezialmaschinenhersteller Manz aus: Konzernchef Manz kündigte noch besseren Umsatz und weitere Ertragsverbesserungen an – mit einem Wachstum in der Batterie-Industrie.
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DüsseldorfDer Spezialmaschinenbauer Manz ist dank florierender Geschäfte mit der Display-Industrie weiter auf Rekordkurs. Konzernchef und Großaktionär Dieter Manz kündigte für 2014 eine neue Bestmarke beim Umsatz und weitere Ertragsverbesserungen an. „Dann werden wir auch netto wieder einen Gewinn verbuchen“, sagte Manz im Interview der Nachrichtenagentur Reuters, ohne eine genaue Prognose zu nennen. Eine Dividende sei aber dennoch kein Thema. „Wir sind ein Wachstumsunternehmen und investieren lieber in die Firma.“

Volle Auftragsbücher stimmen Manz zuversichtlich. „Im Geschäftsbereich Display haben wir nach drei Monaten schon Aufträge über 95 Millionen Euro in der Tasche und damit mehr als die Hälfte des Vorjahresumsatzes in der Sparte“, sagte er. „Der anhaltende Boom bei Smartphones und Tablet-PCs hilft uns.“ Im noch kleinen Geschäft mit der Batterie-Industrie will Manz durch einen Zukauf wachsen und Marktanteile gewinnen. Er habe bereits ein Unternehmen im Visier, erklärte er. In der Sparte setzte Manz 2013 lediglich neun Millionen Euro um. Die Elektromobilität bliebe bislang hinter den Erwartungen, sagte Manz.

Im vergangenen Jahr hatte der TecDax -Aufsteiger seine Erlöse insgesamt um knapp 45 Prozent auf 266,2 Millionen Euro gesteigert. Operativ (Ebit) verdiente Manz 3,1 Millionen Euro nachdem der Totalausfall der Solarbranche im Vorjahr noch für einen Verlust von knapp 31 Millionen gesorgt hatte. Unter dem Strich schrieb Manz allerdings nochmals rote Zahlen. Das Minus ging allerdings auf 2,7 Millionen Euro zurück nach einem Fehlbetrag von 33,5 Millionen im Vorjahr. Belastend hätten sich nochmals Abschreibungen auf das Solargeschäft ausgewirkt, das mit 20 Millionen im Minus lag. Aber auch in dem Bereich sieht Manz Licht am Ende des Tunnels. „Der Sparzwang der Solarindustrie wird spätestens zum Jahresende einen neuen Investitionszyklus auslösen“, erwartet er. Manz hatte zu Zeiten des Solarbooms über 60 Prozent seiner Erlöse mit Anlagen zur Herstellung von Solarzellen und -modulen gemacht, zuletzt waren es nur noch knapp vier Prozent.

An der Börse kamen die Firmennachrichten gut an: Die Aktien notierten mit 66 Euro rund 2,5 Prozent im Plus. Vor einem Jahr waren die Titel lediglich ein Drittel dessen wert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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