Dank Stahlboom auf Rekordkurs
Thyssen-Krupp investiert Milliarden in Brasilien

Deutschlands größter Stahlproduzent Thyssen-Krupp hat seine Umsatz- und Ergebnisprognosen für das laufende Geschäftsjahr angesichts der boomenden Stahlnachfrage deutlich angehoben. Der Aufsichtsrat gab zudem endgültig grünes Licht für das geplante neue Stahlwerk in Brasilien.

HB DÜSSELDORF. Anfang 2009 soll das neue Werk am Standort Sepetiba im Staat Rio de Janeiro die Produktion aufnehmen. Der Vorstandsvorsitzende Ekkehard Schulz bezeichnete das Projekt als „Kernelement der integrierten Wachstumsstrategie des Konzerns im Segment Steel“. Der Aufsichtsrat gab nach Angaben von Thyssen-Krupp für das neue Werk ein Investitionsbudget von 2,4 Mrd. Dollar frei. Allerdings wurde das ursprüngliche Konzept erweitert: Die Kapazität der Anlage wird auf 5,0 Mill. Tonnen von zuvor geplanten 4,4 Mill. erhöht.

Thyssen-Krupp begründete dies mit dem weiterhin starken Wachstum des globalen Stahlbedarfs und dem Anstieg des eigenen Bedarfs zur Umsetzung des angestrebten Wachstums. Die Kapazitätserhöhung sichere mit Brammenlieferungen von 2 Mill. Tonnen auch die Vollauslastung der deutschen Verarbeitungsbetriebe, deren Engpässe beseitigt würden, erklärte Thyssen-Krupp weiter. Der überwiegende Teil der Produktion sei aber für die Umsetzung der künftigen NAFTA-Strategie vorgesehen. Ziel von Thyssen-Krupp sei die „globale Positionierung im Markt für hochwertigen Qualitätsflachstahl“, erklärte Schulz. An dem neuen Stahlwerk in Brasilien wird sich der weltgrößte Eisenerzlieferant CVRD mit 10 Prozent beteiligen, wie Thyssen-Krupp noch einmal bekräftigte.

Quartalsgewinn deutlich gesteigert

Thyssen-Krupp hat dank des Stahlbooms den höchsten Quartalsgewinn seit seiner Fusion zum größten deutschen Stahlkonzern 1999 erzielt. Das Geschäft auf dem amerikanischen Markt will der Konzern zudem rasch vorantreiben und prüft intensiv eine Alternative zu der geplanten Übernahme des kanadischen Herstellers Dofasco.

Der deutsche Branchenprimus sorgte am Freitag mit einem unerwartet hoch ausgefallenen Quartalsgewinn für eine faustdicke Überraschung, die den Aktienkurs auf den höchsten Stand seit mehr als sechs Jahren katapultierte. Noch zu Beginn des Jahres hatte Konzernchef Ekkehard Schulz einen Vorsteuergewinn unter dem Vorjahreswert angekündigt. „Im weiteren Jahresverlauf rechnen wir mit einer Fortsetzung der insgesamt positiven Geschäftsentwicklung“, sagte er nun. Schulz will 2005/06 die Marke von zwei Mrd. Euro knacken - drei Jahre früher als bislang angestrebt.

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