Das Ende der Welt AG
Nichts ist unmöglich – Daimler

Sein Nachfolger Dieter Zetsche, als vermeintlich erfolgreicher Chrysler-Sanierer aus den USA zurückgeholt, ließ sich nicht lange Zeit. Vier Monate nach Schrempps Ankündigung, den Konzern zu verlassen, exekutierte Daimler-Chrysler unter der Führung Zetsches – der zwar noch nicht offiziell im Amt war, aber bereits das Sagen hatte – endgültig das asiatische Kapitel der Welt AG. Die verbliebenen Anteile an Mitsubishi und Hyundai wurden verkauft. Daimler-Chrysler behielt lediglich die LKW-Sparte Mitsubishi-Fuso.

Im PKW-Bereich blieben als Pfeiler der Welt AG nur noch Chrysler mit einem weitgehend auf Nordamerika konzentrierten Absatz von mehr als 2,5 Millionen Autos im Jahr und die Mercedes-Gruppe mit etwa 1,2 Millionen verkauften Einheiten.

Auf der einen Seite Marken, die sich über den Preis mit üppigen Rabatten in den Markt schieben lassen, andererseits eine Marke, die sich auf Grund technologischer Spitzenleistungen im Hochpreissegment bewegt – ein ungleiches Paar ohne Gemeinsamkeiten.

Schrempps Strategie, mit Großakquisitionen weltweit die Nummer eins der Autobranche zu werden, hatte sich als Illusion herausgestellt. Gestern folgte nur das Eingeständnis des Scheiterns, aus dem Zetsche nun einen Ausweg sucht. Dabei sollte am Tag der erstmaligen Präsentation der Jahreszahlen im Chrysler Tech Center am Firmensitz ursprünglich ein Signal der Verbundenheit gesendet werden. Stattdessen begann das Ende der gemeinsamen Zukunft.

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