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Talfahrt der Bauaufträge schwächt sich ab

Die Auftragseingänge im Baugewerbe in Deutschland sind im März zwar weiter gesunken. Davon war aber auszugehen. Die gute Nachricht ist: Der Rückgang viel deutlicher geringer aus als in den Vormonaten.

HB WIESBADEN/BERLIN. Die Krise der deutschen Bauwirtschaft hat sich etwas entschärft. Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im März preisbereinigt um 9,1 Prozent geschrumpft. Der Rückgang fiel damit deutlich niedriger aus als im Februar (minus 17,5 Prozent) und im Januar 2009 (minus 24,4 Prozent), wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte.

Im Hochbau nahm die Nachfrage um 13,3 Prozent ab, im Tiefbau um 4,6 Prozent. Im ersten Quartal des Jahres sanken der Auftragseingang des Bauhauptgewerbes insgesamt preisbereinigt um 16,4 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie sieht nicht nur die kalten Wintermonate als Ursache für den Rückgang. „Die Krise holt die Bauwirtschaft ein, das merkt man ganz deutlich an der Auftragslage“, sagte Verbands-Sprecher Heiko Stiepelmann der Nachrichtenagentur AP. Vor allem im öffentlichen Bau seien die Auswirkungen der Rezession zu spüren.

Für die kommenden Monate rechne der Verband aber mit einem positiven Effekt der staatlichen Konjunkturprogramme. Der weniger starke Rückgang im Tiefbau sei zumindest teilweise bereits durch erste Auswirkungen der im Herbst beschlossenen Konjunkturmaßnahmen auf den Straßenbau zu erklären. „Außerdem haben sich die zuletzt sehr hohen Rohstoffpreise durch den weltwirtschaftlichen Einbruch wieder einigermaßen normalisiert“, sagte Stiepelmann.

In den Betrieben des Hoch- und Tiefbaus waren Ende März dem Statistischen Bundesamt zufolge 676 000 Personen tätig. Das waren etwa 21 000 Personen oder 3,0 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Gesamtumsatz belief sich auf rund 5,7 Mrd. Euro und lag damit 1,5 Prozent niedriger als im März 2008. Im ersten Quartal lag der Gesamtumsatz bei rund 13,4 Mrd. Euro und damit 12,9 Prozent niedriger als im ersten Quartal 2008. Die Zahl der Beschäftigten ist in diesem Zeitraum um 2,1 Prozent gesunken.

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