Dax-Anwärter startet gut ins Jahr
Agrarboom lässt K+S die Prognose erhöhen

Der Kali-Boom hat dem Düngemittel- und Salzhersteller K+S im ersten Quartal einen überraschend starken Gewinnanstieg beschert. Für 2008 hob der Vorstand seine Ergebnisprognose deutlich an. Schon bisher hatte er eine Verdopplung des Betriebsergebnisses in Aussicht gestellt.

HB FRANKFURT. K+S hält bei einem kräftigen Umsatzanstieg nun sogar eine Verdreifachung des operative Gewinns für möglich, wie die Konzernführung am Mittwoch mitteilte. "Die K+S Gruppe ist sehr vielversprechend in das Jahr 2008 gestartet. Die stetig wachsende Nachfrage, insbesondere in den Schwellenländern, hat zu einer weiteren Reduzierung der weltweiten Lagervorräte der meisten Agrarprodukte geführt und damit die Knappheit auf den internationalen Agrarmärkten verstärkt."

In den ersten drei Monaten habe sich der operative Gewinn (Ebit 1) mit 226,3 Mill. Euro mehr als verdoppelt, teilte das Kasseler Unternehmen mit. Analysten hatten im Schnitt nur mit 190 Mill. Euro gerechnet. Der Umsatz kletterte um 28 Prozent auf 1,21 Mrd. Euro. Dies war ebenfalls mehr als erwartet.

K+S profitiert wie auch andere Düngemittelhersteller vom Boom in der Agrarbranche, der die Kali-Preise weltweit in die Höhe getrieben hat. Der Aktienkurs des Unternehmens, das ein heißer Anwärter für den Aufstieg in den Börsenindex Dax ist, ist angesichts der Wachstumsaussichten bei Düngemitteln allein seit Jahresbeginn um gut 75 Prozent gestiegen.

In dem mit Abstand größten Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte legte der operative Gewinn im ersten Quartal auf 170,9 Mill. von 52,8 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum zu. Die Sparte Compo, die unter anderem Blumenerde und Produkte für Hobbygärtner herstellt, verzeichnete ein Ergebnisplus von 87 Prozent auf 35,9 Mill. Euro. Im Bereich Fertiva, der stickstoffhaltige Düngemittel produziert, stieg der operative Gewinn um gut 52 Prozent auf 6,7 Mill. Euro.

Dagegen spürte K+S im Salzgeschäft den milden Winter: Der operative Gewinn in dieser Sparte fiel um gut 41 Prozent auf 14,7 Mill. Euro. K+S gehört nicht nur zu den weltgrößten Kali-Herstellern, das Unternehmen ist auch der weltweit zweitgrößte Salzproduzent.

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