Dax-Konzerne
Satte Gewinne, doch die Konjunkturflaute naht

Noch klingeln die Kassen der Dax-Konzerne und die Auftragsbücher sind gut gefüllt. Die Aktien legen fast durchgängig kräftig zu. Von Dauer ist der Boom aber nicht. Die ersten negativen Anzeichen sind da.
  • 1

BerlinAllen Krisenvorhersagen zum Trotz sind die deutschen Großkonzerne bislang gut im Geschäft und rechnen nicht mit einem baldigen Einbruch. Am Donnerstag legten sechs Dax-Unternehmen ihre Zahlen zum dritten Quartal vor und zogen nach drei Vierteln des Geschäftsjahres eine überwiegend positive Bilanz. Beim Blick nach vorn herrscht aber Vorsicht. Hohe Rohstoffkosten, eine erwartete Abkühlung der Weltkonjunktur und die Schuldenkrise treiben den Managern einige Sorgenfalten auf die Stirn.

Bei Europas größtem Autobauer VW herrscht derzeit noch eitel Sonnenschein. Volkswagen hat in den ersten neun Monaten 2011 seinen Gewinn kräftig gesteigert. Das operative Ergebnis nahm um 86 Prozent auf fast neun Milliarden Euro zu. Damit hat VW in den ersten neun Monaten bereits mehr verdient als im gesamten vorigen Jahr - 2010 lag der operative Gewinn bei 7,1 Milliarden. Der Umsatz der neun Konzernmarken stieg um ein Viertel auf 116,3 Milliarden Euro. Die Gruppe hatte in den ersten neun Monaten erstmals mehr als sechs Millionen Autos verkauft, ein Plus von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Etwas vorsichtiger sind die Töne beim Konkurrenten Daimler. Die Schwaben rechnen zwar fest mit einem Rekordjahr. Aber die teure Einführung neuer Modelle und hohe Materialkosten drückten im dritten Quartal auf die Gewinne, von „kräftigem Gegenwind“ ist die Rede. Beim breiteren Blick auf die ersten neun Monate sieht das Bild bedeutend besser aus: Der Umsatz wuchs um 9 Prozent auf 77,47 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte um 15 Prozent auf 6,58 Milliarden Euro zu.

Kommentare zu " Dax-Konzerne: Satte Gewinne, doch die Konjunkturflaute naht"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • na.. da hat doch jemand auf weiter fallende Kurse gesetzt und versucht jetzt zu retten, was zu retten ist.
    Nach Ende der ersten Finanzkrise wurde vor einem "Dubbledipp" gewarnt. OK. Der war jetzt da. Auf gehts zurück in vernünftige Regionen (DAX 7000).

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%