Dax-Unternehmen abgesichert
Gutes Pensionspolster

Gutes Zeugnis für den Großteil der Dax-30-Unternehmen wenn es um Pensionsverpflichtungen geht: Unternehmensberater halten diese im Schnitt für gut abgesichert – auch wenn es zwischen den Konzernen große Unterschiede gibt. Auch die Finanzierungswege sind nicht überall gleich.

FRANKFURT. Im vergangenen Jahr haben die 30 Unternehmen aus dem Dax zur Zahlung ihrer Pensionsverpflichtungen erneut massiv Vermögen aus den Bilanzen ausgelagert. Der Deckungsgrad der Pensionslasten durch externes Vermögen stieg um durchschnittlich 16 bis 17 Prozent auf über 60 Prozent. Dazu trugen vor allem hohe Mittelzuwendungen zu den Pensionsvermögen sowie gute Kapitalerträge bei. Außerdem sanken die Pensionsverpflichtungen überraschend. Für Entlastung sorgte der 2006 gestiegene Kapitalmarktzins, von dem Firmen einen Rechnungszins ableiten, um künftig fällige Betriebsrenten abzudiskontieren. Dies ergaben Studien der Unternehmensberatungen Dr. Heissmann und Towers Perrin (TP), die jeweils auf den Geschäftsberichten der 30 Dax-Unternehmen basieren.

Heissmann ermittelte für 2006 um fünf Prozent niedrigere Pensionslasten von 267 Mrd. Euro, denen um 13 Prozent auf 164 Mrd. Euro gestiegene Vermögen gegenüberstehen. Die TP-Berater errechneten hingegen minimal auf 246 Mrd. Euro gesunkene Pensionsverpflichtungen, für die um 15 Prozent gestiegene externe Pensionsvermögen von 160 Mrd. Euro existieren. Die Deckungsniveaus der Pensionslasten ermittelten die Berater bei durchschnittlich knapp 62 beziehungsweise 65 Prozent.

Beide Unternehmensberater halten die Pensionslasten der Dax-Unternehmen für gut abgesichert. Das Ergebnis zeige, dass sich „die Firmen um die Vermögensseite kümmern“, sagt Stefan Recktenwald, Geschäftsführer bei Heissmann. Der solide Anstieg der Pensionsvermögen sei zu einem Großteil den hohen Zuwendungen zu verdanken, sagt Thomas Jasper, Vorstand bei TP. „Die Firmen haben konsequent ihre Maßnahmen fortgesetzt und sind auf gutem Weg.“ Der Druck der Kapitalmärkte in Richtung externe Finanzierung der Pensionslasten sei allerdings weniger stark als noch vor einigen Jahren, sagt er.

Nachdem die Firmen 2005 bereits 14 Mrd. Euro extern – meist in so genannte Contractual Trust Arrangements (CTA) – angelegt hatten, führten sie im vergangenen Jahr sogar 15,6 Mrd. Euro für Pensionslasten ab. Am meisten zahlte Eon mit gut fünf Mrd. Euro ein; dahinter folgen die Allianz-Gruppe mit rund zwei Mrd. Euro und die Commerzbank mit 1,4 Mrd. Euro. Mittlerweile haben 18 Dax-Firmen ein CTA gegründet.

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