DDR-Produkte
Pakete aus der Zone

Vita Cola, Spreewaldgurken, Hallorenkugeln: Ostprodukte, insbesondere die des täglichen Bedarfs, haben wieder Hochkonjunktur. Zwar wünscht sich jeder fünfte Bundesbürger die DDR und die Mauer zurück. Gleichzeitig jedoch schätzen die Deutschen mehr denn je die neuen Bundesländer mit ihren Produkten und Besonderheiten.

DÜSSELDORF. Familie Probst liebt den Versandhandel. Besonders hoch im Kurs stehen bei den Düsseldorfern Pakete mit Zetti Schlager Süßtafel, Werder Curry Ketchup und Elsterglanz-Schuhcreme. DDR-Produkte, insbesondere die des täglichen Bedarfs, haben wieder Hochkonjunktur: „Die Menschen wollen ein Stück der Alltagskultur der damaligen Zeit neu erleben“, sagt Thorsten Klipp, Inhaber des Internethandels Ostprodukte-versand.de.

In seinem Sortiment findet sich viele bekannte Ostmarken wie Vita Cola, Kathi und Komet. Klipp versorgt seine Kunden auch mit Haushaltswaren, Drogerie-Artikeln, Kleidung, Schuhen, Spielsachen und Büchern. Mehr als 60 Prozent der Pakete verschickt Klipp mittlerweile nach Westdeutschland, bei steigender Nachfrage.

Auch das Marktforschungsinstitut Forsa erkennt in Deutschland einen Trend zur „Ostalgie“. Zwar wünscht sich den Studien zufolge jeder fünfte Bundesbürger die DDR und die Mauer zurück. Gleichzeitig jedoch schätzen die Deutschen die neuen Bundesländer mit ihren Produkten und Besonderheiten.

Der Trend zu Produkten aus dem Osten hat sich erst in den vergangenen Jahren beschleunigt. In der Zeit nach dem Mauerfall waren viele Ost-Waren vom Markt verschwunden. Oft wurden die Marken anschließend von Großkonzerne übernommen und mit viel Marketing wiederbelebt. Ähnlich ging es auch den ostdeutschen Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien: 1856 in Freyburg gegründet, wurde die Sektkellerei zu DDR-Zeiten in einen volkseigenen Betrieb umgewandelt. Rotkäppchen-Sekt war für die Bürger ein Stück ostdeutscher Luxus – nach dem Mauerfall brach entsprechend der Umsatz weg, dem Unternehmen standen massive Umstrukturierungen bevor.

18 Jahre später sind die Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien wieder erfolgreich. Mit der Übernahme der Sektmarken Mumm, Jules Mumm und MM Extra, sowie der Eckes-Wein & Spirituosen wuchs das Unternehmen zur größten Sektkellerei in Deutschland. Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien können mit einer Absatzsteigerung von 111,5 auf 115,2 Mill. Flaschen bei einem aktuellen Marktanteil von 36,5 Prozent auf erfolgreiche Jahre zurückblicken.

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