Deal von General Motors gilt als Pilotabschluss
Ford und Chrysler schauen neidisch auf General Motors

Die Einigung zwischen General Motors und der Automobilgewerkschaft UAW über eine drastische Senkung der Gesundheitskosten muss sich auch für die beiden US-Konkurrenten Ford und Chrysler auszahlen.

hof/je FRANKFURT/DETROIT. Das machten hochrangige Vertreter beider Unternehmen gestern deutlich: „Wir haben eine klare Abmachung mit der UAW, dass eine Einigung mit GM im Prinzip auch auf uns übertragen werden muss“, sagte der designierte Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche im Vorfeld der Tokio Motor Show. Ford-Personalvorstand Joe Laymon betonte, dass auch Ford Gespräche mit der UAW über eine Kostensenkung führe.

„Die Einigung zwischen GM und der Gewerkschaft hat eindeutig Pilotcharakter für Ford und Chrysler“, sagte David Cole, Direktor des Center for Automotive Research in Ann Arbor. Chrysler-Sprecher Jason Vines betont: „Ohne eine eigene Einigung hätten wir einen Wettbewerbsnachteil, den wir nicht hinnehmen können.“

General Motors, der weltgrößte Autobauer, hat am Montag bekannt gegeben, dass er mit der UAW eine Vereinbarung getroffen habe, die dem Konzern eine jährliche Ersparnis von rund einer Mrd. Dollar ab dem kommenden Jahr bringt. GM veranschlagt allein für dieses Jahr eine Belastung durch die Gesundheitskosten für Beschäftigte, Rentner und deren Angehörige von 5,6 Mrd. Dollar. Für die kommenden Jahre waren exorbitante Steigerungen erwartet worden.

Auch Konkurrent Ford, wie GM nach Absatzeinbrüchen und Rabattschlachten zu einer tiefgreifenden Restrukturierung gezwungen, gibt jährlich Milliarden für Arztkosten und Medikamente aus. Im vergangenen Jahr waren dies 3,1 Mrd. Dollar. Chrysler, die US-Gesellschaft des Daimler-Chrysler-Konzerns, musste im vergangenen Jahr 1,9 Mrd. Dollar für die medizinische Versorgung von 375 000 Personen aufbringen.

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