Debatte über Strompreise
Eon-Chef entschuldigt sich für Aussage

Eon-Chef Wulf Bernotat hat sich für seine umstrittene Aussage entschuldigt, Strom sei zu billig. Er habe niemanden provozieren wollen. Im Gegenteil. Seine Äußerungen sollten die Debatte versachlichen. An seiner Ansicht ändert seine Entschuldigung indes nichts.

HB DÜSSELDORF. „Ich wollte niemanden vor den Kopf stoßen oder provozieren. Falls dies geschehen ist, tut es mir leid“, schrieb der Vorstandsvorsitzende des größten deutschen Strom- und Gaskonzerns in einem offenen Brief, den die „Bild“-Zeitung am Mittwoch in Auszügen veröffentlichte. Ihm sei es mit seiner Aussage nur darum gegangen, die aufgeheizte Debatte um die Strompreise zu versachlichen. Gleichzeitig hielt er aber an seiner These fest, das Strom eigentlich zu billig ist.

Eine vierköpfige Familie zahle bei normalem Energieverbrauch pro Tag etwa 2,60 Euro für Strom. „Dafür kriegt man gerade einmal eine Currywurst, ein Stück Kuchen oder ein großes Bier“, schrieb Bernotat weiter. Haupttreiber für steigende Strompreise sei der Staat. Durch Steuern, Abgaben und Umlagen sei er zu fast 40 Prozent direkt für die Preise verantwortlich. Weitere 35 Prozent würden über die Netzentgelte reguliert.

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