Debüt des Honda-Fliegers Der Bonsai-Jet wird flügge

Der Jahrzehnte alte Traum des Honda-Gründers wird endlich wahr: Derzeit schickt der japanische Konzern sein erstes Flugzeug auf Welttournee. Der Bonsai-Jet besticht mit Komfort und ungewöhnlichem Triebwerks-Design.
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Der HondaJet wird auf der Business-Jet-Messe in Genf erstmals in Europa vorgestellt. Quelle: AFP
Europapremiere

Der HondaJet wird auf der Business-Jet-Messe in Genf erstmals in Europa vorgestellt.

(Foto: AFP)

TokioWer sich für den schnellsten Honda aller Zeiten interessiert, muss derzeit in die Schweiz zur Internationalen Flugshow in Genf düsen. Dort steht das Geschoss auf der Rollbahn des Flughafens: drei Räder, sieben Sitze, 778 Stundenkilometer schnell - ein zweistrahliger Business-Jet im Bonsai-Format.

HondaJet nennt der Motorrad- und Autobauer sein neuestes Produkt, das auf seiner Welttournée derzeit in Europa zwischengelandet ist. Am 23. April verabschiedete Honda seinen Stolz der Lüfte in Tokio auf eine mehr als 48.000 Kilometer lange Reise um den Globus, um weltweit um Kunden für seinen kleinen Business-Jet zu werben.

Das Motiv für den Einstieg ins Flugzeuggeschäft erklärte Firmenchef Takanobu Ito damals wie folgt: „Auch am Himmel wollen wir wollen die Freude und Freiheit der Mobilität und eine nachträgliche Gesellschaft realisieren, in der Menschen das Leben genießen können." Allerdings verwirklicht Honda mit dem Start des Düsenfliegers weit mehr als einen Geschäftsplan. „Wir erfüllen den Traum unseres Gründers, Soichiro Honda“, erklärte Ito. Und das sagt er nicht nur so daher.

Als die Honda-Führer vor mehr als zehn Jahren den Einstieg in die kommerzielle Luftfahrt ankündigten, stiegen ihnen Tränen der Rührung in die Augen. Denn der Firmengründer Soichiro Honda wollte nach dem zweiten Weltkrieg gerne Flugzeuge bauen. Doch den amerikanischen Besatzern sowie der damaligen Regierung war dies nicht geheuer. Und so musste er sich zuerst mit Motorrädern und dann mit Autos begnügen.

Doch kurz vor seinem Tod gab er seiner Leidenschaft nach und leitete 1986 die Entwicklung von Triebwerken und Flugzeug ein. Das Ziel war dabei, nicht einen Allerweltsflieger zu bauen, sondern einen innovativen Geschäftsjet. Allerdings dauerte es 30 Jahre, bis die Idee zum Geschäftsplan reifte.

Die beliebtesten Business-Flugzeuge Europas
Platz 24 - Global 5000 - 2.534 Starts (2017)
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Maßstäbe setzt die Global-Serie von Bombardier insbesondere in der Reichweite. Zuletzt ging die Zahl der Abflüge jedoch deutlich zurück – um sechs bis sieben Prozent. Die Finanzkrise 2008 hat der Branche mächtig zugesetzt. Manche Anbieter von Business-Flügen haben sich besser erholt als andere.

Quelle: Die Rangliste basiert auf Angaben von WINGX Advance und bezieht sich auf alle Starts von europäischen Airports im Jahr 2017. Das Marktforschungsinstitut hat die Daten der europäischen Luftverkehrskontrolle Eurocontrol für den Zeitraum von Januar bis Mai 2017 ausgewertet.

Platz 23 - Learjet 60 - 2.693 Starts
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Das zweistrahlige Geschäftsreiseflugzeug von Bombardier stieg zuletzt wieder häufiger auf. Seit Jahresbeginn verbuchte dass Modell 11,7 Prozent mehr Abflüge.

Platz 22 - Hawker 400 - 3.136 Starts
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Sogar ein 19-prozentiges Plus gab es für die Maschine des US-amerikanischen Herstellers Hawker Beechcraft. Höchstgeschwindigkeit: über 860 km/h.

Platz 21 - Learjet 35 - 3.152 Starts
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Der Erstflug liegt schon über 40 Jahre zurück. Der Bombardier-Jet verlor zwischen 2015 und 2016 sieben Prozent, in diesem Jahr ging das Minus bisher zurück.

Platz 20 - Learjet 45 - 3.428 Starts
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Zwischen 2015 und 2016 flogen Businessjets um gut zweieinhalb Prozent häufiger ab. Diesen Wert überstieg die Bombardier-Maschine mit einem Plus von 16 Prozent mit Abstand.

Platz 19 - Phenom 100 - 3.577 Starts
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Der leichte Jet des brasilianischen Unternehmens Embraer kann vier bis sechs Passagiere befördern. Und das tat er zuletzt vermehrt. Um satte 50 Prozent stiegen die Abflugzahlen seit Jahresbeginn.

Platz 18 - G300-450 - 3.938 Starts
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Eine solche Gulfstream ist auch bei Promis beliebt. Hier landet US-Schauspieler Brad Pitt auf dem Flughafen von Valletta. Der Rückgang der Abflüge zwischen 2015 und 2016 (neun Prozent) konnte in den vergangenen Monaten zumindest aufgefangen werden.

Erst um die Jahrtausendwende witterte die Firmenführung, dass nun der Markt für Mikro-Jets in den USA vor dem Abheben steht. Flugs machte sie aus der Motivationsübung für seine Ingenieure ein Produkt – und fand rasch Hilfe. 2004 adelte der weltgrößte Hersteller von Düsentriebwerken, General Electric, die Ingenieurskunst der japanischen Luftfahrtneulinge, in dem er mit Honda ein Gemeinschaftsunternehmen für den Verkauf des Triebwerks gründete. Dann hob 2005 der HondaJet zum offiziellen Jungfernflug ab.

Selbstbewusst reklamieren Hondas Erben seither für sich, das effizienteste und komfortabelste Model seiner Klasse zuerst für den amerikanischen und dann den globalen Jetset gebaut zu haben. Bis zu 2200 Kilometer weit soll er fliegen können. Herausragend ist zudem die maximale Flughöhe ist mit 13000 Metern.

Unkonventionelles Design der Triebwerke
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