Deeskalation im Streit um Subventionen für Airbus A350
EADS will Frieden schließen mit Übersee

Airbus-Mutter EADS sucht nach einem Zeitungsbericht eine einvernehmliche Lösung im Streit um Subventionen für den neuen A350. Der Konzern hat zum ersten Mal angeboten, auf Starthilfekredite zu verzichten.

HB MÜNCHEN. Das „Wall Street Journal“ berichtet am Mittwoch, EADS habe sich in einem vertraulichen Schreiben an EU-Handelskommissar Peter Mandelson bereit erklärt, auf Starthilfekredite zu verzichten, wenn die USA ihren Militärmarkt für die Europäer öffneten und ein ausgewogenes System indirekter Hilfen ähnlich wie in den USA zur Entwicklung von Verkehrsflugzeugen geschaffen werde.

Die EADS-Tochter Airbus hat bei Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien wegen Starthilfekrediten für den Bau des A350 angefragt. Die USA klagen gegen derartige Hilfen vor der Welthandelsorganisation WTO. Schon seit Jahren gibt es Streit um die staatliche Subventionierung von Airbus und Boeing. Die EU und die USA waren schon mehrfach aneinander geraten.

Der Stein des Anstoßes, der Airbus A350, soll gegen Boeings Marktrenner 787 „Dreamliner“ anzutreten. Beide Flugzeuge sind noch nicht fertig entwickelt, zum Teil aber schon von Fluggesellschaften bestellt worden. Boeing hat für die 787 bereits 266 feste Bestellungen und 21 Kaufabsichten vorliegen. Das Anfang 2004 gestartete Luftfahrtprogramm ist damit so erfolgreich wie keines zuvor in diesem Stadium.

Dagegen läuft das Geschäft mit der A350 eher mau. Nach Angaben des EADS-Partners BAe Systems liegen Bestellungen über 100 Flugzeuge vor. Offiziell hat bislang nur die spanische Air Europa zehn A350 bestellt. Die US-Linie America West hat zwar angekündigt, A350 ordern zu wollen, aber keine Zahl genannt. Airbus will der US-Linie im Gegenzug einen Kredit von 250 Millionen Dollar geben.

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